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Gesundheit

Prostatakrebs-Früherkennung: Leitlinie aktualisiert, neue Empfehlungen

Die Leitlinie zur Früherkennung von Prostatakrebs wurde überarbeitet. Statt der Tastuntersuchung wird nun der PSA-Test empfohlen, gefolgt von einer Risikobewertung und ggf. einer MRT-Untersuchung.

30. September 2026
Prostatakrebs-Früherkennung: Leitlinie aktualisiert, neue Empfehlungen

Die medizinischen Leitlinien zur Früherkennung, Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs wurden aktualisiert. Für Männer ab 45 Jahren ergeben sich daraus neue Empfehlungen für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, deren Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen jedoch noch unklar ist.

Die wichtigste Änderung betrifft die Früherkennung: Die rektale Tastuntersuchung wird nicht mehr als primäre Methode empfohlen. Grund dafür ist ihre geringe Treffsicherheit bei der Erkennung von Tumoren in frühen Stadien und die Gefahr falsch-positiver Befunde, die zu unnötigen Biopsien führen können.

An ihre Stelle tritt der PSA-Test (Prostataspezifisches Antigen) als Blutuntersuchung. Bei einem erhöhten Wert über 3 wird eine weitere Abklärung empfohlen. Zunächst soll der Wert kontrolliert werden, um Einflussfaktoren wie Fahrradfahren auszuschließen. Bleibt der Wert erhöht, folgt eine individuelle Risikobewertung, bei der unter anderem die Prostata-Größe und die familiäre Vorbelastung berücksichtigt werden.

Wenn das Risiko als hoch eingestuft wird und der Patient zustimmt, wird eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata empfohlen. Diese Methode kann aggressive Tumoren gut erkennen, während langsam wachsende, oft nicht behandlungsbedürftige Karzinome weniger im Fokus stehen. Dies soll eine Überdiagnostik vermeiden.

Die aktualisierte Leitlinie setzt auf einen gestuften Prozess mit PSA-Test, Risikobewertung und gegebenenfalls MRT. Die genaue Ausgestaltung der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen für diese erweiterten Früherkennungsmethoden steht jedoch noch aus.

Originalquelle: pharma-fakten.de