Proteomik entschlüsselt Geheimnisse altägyptischer Materialien
Massenspektrometriebasierte Proteomik hat altägyptische Materialien analysiert und deren Zusammensetzung enthüllt, ohne wertvolle Artefakte zu beschädigen. Die Studie identifizierte pflanzliche Proteine neben erwarteten tierischen und eibasierten Proteinen.

Forscher haben Proteomik eingesetzt, um die Zusammensetzung von Klebstoffen und Bindemitteln in altägyptischen Artefakten zu bestimmen, und dabei Techniken angewandt, die eine Beschädigung dieser wertvollen Objekte vermeiden.
Eine neue Studie, veröffentlicht in Science Advances, analysierte eine Reihe ägyptischer Artefakte mittels massenspektrometriebasierter Proteomik. Die Ergebnisse zeigten neben erwarteten tierischen Kollagenen und Eiproteinen auch pflanzliche Proteine, spezifisch aus Sesam und dem Moringa-Baum.
Das Interesse an den spezifischen Pigmenten und Maltechniken der alten Ägypter, deren künstlerische Stile gut dokumentiert sind, ist groß. Gängige Pigmente waren Hämatit und Realgar für Rot, Goethit und Orpiment für Gelb sowie Ägyptisch Blau. Das Verständnis der Materialien unterstützt Erhaltungsbemühungen.
Proteomik bietet eine zerstörungsfreie Methode zur Untersuchung empfindlicher und kostbarer historischer Objekte und liefert neue Einblicke in die Technologien und Materialverwendung antiker Kulturen.