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Gesundheit

Psilocybin könnte Nervenschäden durch Chemotherapie verhindern

Forscher haben Hinweise gefunden, dass Psilocybin auspsychedelischen Pilzen Nervenschmerzen nach Chemotherapie bei Krebspatienten verhindern könnte. Erste Studien an Mäusen zeigen vielversprechende Ergebnisse.

4. September 2026
Psilocybin könnte Nervenschäden durch Chemotherapie verhindern

Eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Klinikern und Wissenschaftlern des University of Texas MD Anderson Cancer Center hat eine potenzielle Schutzwirkung von Psilocybin, der psychoaktiven Verbindung in Pilzen, gegen Nervenschmerzen im Zusammenhang mit Chemotherapie identifiziert.

Chemotherapie kann zu beeinträchtigenden Nervenschäden führen, bekannt als periphere Neuropathie, die lange nach der Behandlung bestehen bleiben können. Für diesen Zustand gab es bisher keine wirksamen Behandlungen. In einer Studie an Mäusen blockierte die Verabreichung von Psilocybin vor der Chemotherapie Berichten zufolge die Entwicklung von Neuropathie. Mäuse in einer Kontrollgruppe ohne Psilocybin entwickelten eine Überempfindlichkeit gegen Schmerzen und eine verminderte Empfindung in den Pfoten.

Die in Nature veröffentlichte Forschung legt nahe, dass Psilocybin die Nerven schützen könnte, indem es die normale Funktion der Mitochondrien, der Energielieferanten der Zellen, aufrechterhält. Dieser Mechanismus könnte die Degeneration von Nervenenden verhindern, die zu chronischen Schmerzen und Sensibilitätsverlust führt. Die Studie zeigte auch, dass die Chemotherapie bei den mit Psilocybin behandelten Mäusen wirksam blieb, um Tumore zu reduzieren.

Angesichts der überzeugenden Ergebnisse sind klinische Studien am Menschen für diesen Monat geplant. Periphere Neuropathie betrifft mehr als ein Drittel der Chemotherapie-Patienten, eine Zahl, die mit verbesserten Überlebensraten bei Krebs voraussichtlich steigen wird. Bei Patienten, die eine platinbasierte Chemotherapie erhalten, kann die Inzidenz bis zu 60 % betragen.

Dieser Befund ist Teil einer breiteren Wiederbelebung der Forschung zu psychedelischen Substanzen für medizinische Anwendungen. Psilocybin hat bereits vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Depressionen, Angstzuständen und Suchterkrankungen gezeigt. Die aktuelle Studie erweitert den potenziellen Nutzen von Psychedelika auf die Behandlung von Nebenwirkungen von Krebsbehandlungen.

Originalquelle: fastcompany.com