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Psychologe erklärt: Hochleistungsteams vermeiden Burnout durch bessere Organisation

Ein neues Buch zeigt, dass Top-Teams ihre Zeit gezielt planen und Teamkollegen über Chefs stellen, um Leistung und Motivation zu fördern.

9. Juli 2026
Psychologe erklärt: Hochleistungsteams vermeiden Burnout durch bessere Organisation

Das neue Buch "Superteams: The Science and Secrets of High-Performing Teams" des Psychologen Ron Friedman stellt fünf Grundprinzipien vor, die Spitzenleistungsteams von durchschnittlichen Arbeitsgruppen unterscheiden. Friedman argumentiert, dass herausragende Teamleistung nicht nur auf individuellem Talent beruht, sondern auf bewusster Strukturierung und optimierten Arbeitsabläufen.

Eine zentrale Erkenntnis ist, dass durchschnittliche Teammitglieder bis zu 18 Stunden pro Woche in Meetings verbringen und 11 Stunden mit Nachrichten, was nur etwas mehr als einen Tag für eigentliche Arbeit übrig lässt. Dieses unhaltbare Tempo führt unweigerlich zu Burnout. "Superteams" hingegen minimieren Ablenkungen und maximieren Phasen konzentrierter Arbeit, indem sie unnötige Meetings vermeiden und dedizierte "Mache-es-fertig-Tage" einplanen.

Friedman kritisiert die vorherrschende Meeting-Kultur, die fast die Hälfte der Arbeitswoche verschlingen kann. Er erklärt psychologische Phänomene wie "Predistraction" (Vor-Ablenkung) und "Attention Residue" (Aufmerksamkeitsrückstände), bei denen die Erwartung von und nachwirkende Gedanken an Meetings den Fokus beeinträchtigen. Hochleistungsteams legen klare Richtlinien für die Notwendigkeit von Besprechungen fest, oft unter der Bedingung, dass eine konkrete Entscheidung getroffen werden muss, die nicht per E-Mail oder Telefon geklärt werden kann. Auch die Begrenzung von Meetings auf 15 Minuten ist eine gängige Praxis.

Darüber hinaus hebt das Buch die Rolle von Teamkollegen als Motivationsquelle hervor. In "Superteams" geben 94 Prozent der Mitglieder an, dass ihre Kollegen sie zu Höchstleistungen anspornen. Die Rechenschaftspflicht untereinander ist ebenfalls stärker, wobei 82 Prozent sich mehr Sorgen machen, Teamkollegen zu enttäuschen als ihren Vorgesetzten. Dieser Kameradschaftsgeist und die gegenseitige Unterstützung fördern das Übernehmen größerer Herausforderungen und kalkulierter Risiken, was für den Fortschritt entscheidend ist.

Originalquelle: fastcompany.com