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Wissenschaft

Pusan National University: KI-Kreativität im Roman 'Ada' von Antoine Bello

Eine Forscherin der Pusan National University analysiert Antoine Bellos Roman Ada, um die Kreativität künstlicher Intelligenz und die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine zu untersuchen. Die Studie erscheint im September 2025 im French Forum.

10. Juli 2026
Pusan National University: KI-Kreativität im Roman 'Ada' von Antoine Bello

Busan, Südkorea – Eine Analyse des Romans Ada von Antoine Bello aus dem Jahr 2016 wirft ein Licht auf die Natur künstlicher Intelligenz (KI) und Kreativität. Ji Eun Hong, außerordentliche Professorin an der Pusan National University, untersuchte den Roman, der eine KI-Figur namens Ada porträtiert, die literarische Werke verfassen kann und damit traditionelle Vorstellungen von Urheberschaft in Frage stellt.

Hongs Forschung, die am 24. Januar 2025 online veröffentlicht wurde und im September 2025 im French Forum erscheinen wird, stützt sich auf die Philosophien von Denkern wie Walter Benjamin, Henri Bergson und Jacques Derrida. Die Studie hinterfragt, ob eine Maschine den tiefen, introspektiven Prozess menschlicher künstlerischer Schöpfung wirklich nachahmen kann, insbesondere angesichts der rasanten Fortschritte der KI in den Bereichen Inhaltsgenerierung und Sprachverarbeitung.

Die Analyse hebt hervor, wie die KI-Figur Ada zunächst bestehende Stile imitiert – was Aristoteles als Mimesis bezeichnete –, dann aber in beschleunigtem Tempo scheinbar originelle Werke hervorbringt. Dies wirft die Frage auf, ob Originalität lediglich eine Neukombination vergangener Ideen ist. Hong verortet Bellos Roman in einem relevanten Kontext, angesichts der bedeutenden KI-Durchbrüche, wie dem Sieg von DeepMinds AlphaGo über den Go-Weltmeister Lee Sedol im Jahr 2016.

Die Forschung unterscheidet zwischen der kontinuierlichen, introspektiven Natur menschlicher Kreativität, wie sie Bergson beschreibt, und der intertextuellen Grundlage der Schöpfung nach Derrida. Sie legt nahe, dass KI, obwohl sie bestehende Elemente auf innovative und kohärente Weise kombinieren kann, in der Authentizität ihrer Ergebnisse von menschlicher Schöpfung abweichen könnte. Hongs Arbeit regt zum kritischen Nachdenken über die wachsende Rolle der KI in Kreativbranchen und eine mögliche Neubewertung menschlicher Kreativität an.

Originalquelle: prnewswire.com