Qualcomm-Aktie sinkt nach schwacher Gewinnprognose
Trotz übertroffener Quartalsergebnisse belasten Lieferengpässe und hohe Speicherkosten das Ausblicksbild des Chipherstellers Qualcomm.

Die Aktien von Qualcomm gerieten im nachbörslichen Handel unter Druck, nachdem das Unternehmen einen vorsichtigen Ausblick auf das kommende Quartal gab. Obwohl das Unternehmen die Erwartungen der Analysten für das abgelaufene Quartal knapp übertraf, wirken sich die gestiegenen Speicherkosten negativ auf den Absatz von Smartphone-Chips aus.
Der Umsatz mit Smartphone-Chips sank um 26 Prozent auf 5,14 Milliarden Dollar. Konzernchef Cristiano Amon erklärte, es handele sich um ein Lieferproblem, nicht um mangelnde Nachfrage. Das Unternehmen plant daher eine stärkere Ausrichtung auf den Bereich Datacenter-Infrastruktur und strebt dort bis zum Geschäftsjahr 2027 einen Umsatz von 5 Milliarden Dollar an.
Positiv entwickelte sich hingegen das Automobilgeschäft, das seinen Umsatz um 89 Prozent auf 1,99 Milliarden Dollar steigerte. Zudem sicherte Qualcomm durch die Verlängerung von Lizenzverträgen mit Apple, Huawei und Transsion die Stabilität seiner Einnahmen aus dem Patentgeschäft.