Quantenmechanik und Relativitätstheorie im Fallversuch getestet
Physiker haben erfolgreich ein Experiment durchgeführt, um die Wechselwirkung zwischen Quantenmechanik und Allgemeiner Relativitätstheorie im freien Fall mit einem neuartigen Atominterferometer zu testen.

Ein Team unter der Leitung von Physikern der Ben-Gurion University of the Negev, darunter Nobelpreisträger Roger Penrose, hat ein neues Atominterferometer entwickelt, um eine langjährige theoretische Frage zur Kompatibilität der Quantenmechanik und Einsteins Gravitationstheorie zu untersuchen. Das Experiment misst, wie die Welleneigenschaften eines einzelnen Atoms beeinflusst werden, wenn es einem freien Fall ausgesetzt ist.
Seit fast einem Jahrhundert theoretisieren Physiker über die Auswirkungen des freien Falls auf Quantenwellen. Ein Widerspruch zwischen Quantenmechanik und Relativitätstheorie in diesem Szenario würde auf grundlegende Unvereinbarkeiten hindeuten. Die Durchführung der erforderlichen präzisen Messungen war bisher eine erhebliche technologische Hürde.
Das neu entwickelte Interferometer ermöglicht es einem einzelnen Atom, gleichzeitig zwei Wege zu durchlaufen: einen im freien Fall und einen, bei dem es stationär bleibt. Durch die Rekombination dieser Wege können Forscher subtile Änderungen in der Wellenphase des Atoms messen, die durch Gravitationseffekte während seines Falls beeinflusst werden.
Dieses Experiment befasst sich direkt damit, wie sich das Verhalten von Quantenwellen mit Gravitationsfeldern überschneidet, ein Schlüsselbereich für das Verständnis der Quantengravitation. Die Ergebnisse könnten entscheidende Daten für die Vereinigung dieser beiden Säulen der modernen Physik liefern.