QuantumDiamonds sammelt 91 Mio. € für Inspektionsausrüstung für die Chipindustrie
Das deutsche Startup QuantumDiamonds hat 91 Millionen Euro an Finanzierung gesichert, um seine Halbleiterinspektionstechnologie zu entwickeln und zu skalieren.

Das Münchner Startup QuantumDiamonds hat 91 Millionen Euro eingesammelt – darunter 15 Millionen Euro Eigenkapital und 76 Millionen Euro nicht-verwässernde Finanzierung –, um seine Inspektionsausrüstung für Halbleiter weiterzuentwickeln.
Die Eigenkapitalrunde wurde von World Fund angeführt, mit Beteiligung von Bayern Kapital, IQ Capital, Earlybird, First Momentum, UnternehmerTUM Funding for Innovators, Creator Fund und Onsight Ventures. Die nicht-verwässernde Finanzierung stammt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie vom Freistaat Bayern.
Traditionelle Inspektionswerkzeuge haben Schwierigkeiten, Defekte in komplexen 3D-Chiparchitekturen zu erkennen, was die Produktionsausbeute verringert und die Kosten erhöht. Branchenanalysen deuten darauf hin, dass eine Verbesserung der Ausbeute um nur einen Prozentpunkt Millionen von Dollar pro Woche für Volumenhersteller bedeuten kann.
QuantumDiamonds, ein Spin-off der Technischen Universität München, hat eine quantenbasierte Mikroskoptechnologie entwickelt, die fortschrittliche Chips zerstörungsfrei analysiert, um verborgene Defekte zu erkennen. Das Unternehmen arbeitet bereits mit neun der zehn größten Halbleiterhersteller der Welt zusammen und baut eine neue Produktionsstätte auf.
„Dies ist ein wichtiger Schritt, um Quantensensorik weltweit in die Fabs zu bringen“, sagte CEO Kevin Berghoff. „Die Reaktion führender Chiphersteller war eindeutig; sie sehen unsere Technologie als wesentlich an, um Herausforderungen bei der Ausbeute zu lösen, die heutige Systeme nicht bewältigen können.“