Rails-Schöpfer David Heinemeier Hansson setzt künftig auf Rust
Rails-Erfinder David Heinemeier Hansson (DHH) kündigte überraschend an, dass sein E-Mail-Dienst Hey künftig auf Rust statt Ruby basieren wird.

David Heinemeier Hansson (DHH), der Schöpfer des Ruby on Rails Web-Frameworks, hat eine bedeutende Änderung seiner Entwicklungsstrategie angekündigt. Auf der jüngsten Rails World Konferenz enthüllte Hansson, dass die kommende Version seines E-Mail-Dienstes Hey nicht mehr auf Ruby on Rails basieren wird. Stattdessen soll das Backend mit der Programmiersprache Rust implementiert werden.
Hansson, der historisch ein starker Verfechter von Ruby war und oft andere Sprachen kritisierte, beschrieb Rust als "hässlich" und "ästhetisch schrecklich". Er begründete den Wechsel jedoch damit, dass das Aussehen der Sprache irrelevant sei, wenn Entwickler nicht täglich mit dem Code interagieren müssen. Diese Entscheidung stellt eine deutliche Abkehr von seiner früheren Betonung der Eleganz von Ruby dar.
Die Ankündigung überraschte viele Konferenzteilnehmer, da Hansson in seinen Präsentationen häufig Anwendungen wie Basecamp und Hey genutzt hat, um die Fähigkeiten von Ruby zu demonstrieren. Der neue Hey-Client wird auch native Anwendungen für alle wichtigen Betriebssysteme bieten, was eine Hinwendung zur nativen Entwicklung anstelle traditioneller Webanwendungen darstellt.
Der Wechsel hat zu erheblichen Diskussionen in sozialen Medien, insbesondere auf X (ehemals Twitter), geführt und signalisiert eine potenziell einflussreiche Veränderung für die breitere Rails- und Programmier-Community.