📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Wissenschaft

Regentropfen verursachen Korrosion durch elektrische Ladung, so neue Studie

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Regentropfen elektrische Ladungen tragen können, die Schutzschichten beschädigen und Korrosion an Autos fördern.

31. August 2026
Regentropfen verursachen Korrosion durch elektrische Ladung, so neue Studie

Eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz, Deutschland, legt nahe, dass Regentropfen erhebliche elektrische Ladungen transportieren können, die Schutzschichten auf Oberflächen beschädigen. Diese Erkenntnis stellt das bisherige Verständnis von Regenkorrosion in Frage.

Die Forschung deutet darauf hin, dass sich Wassertropfen elektrisch aufladen können, wenn sie über isolierende Materialien wie Autolack oder Kunststoffpaneele gleiten. Dieses Phänomen, bekannt als „Gleitladung“, kann in den Tropfen Spannungen von bis zu 9.000 Volt erzeugen.

Wenn ein geladener Regentropfen auf eine Oberfläche trifft, kann seine elektrische Entladung ein kleines Loch in der Schutzschicht verursachen, anstatt sie nur langsam abzuräumen oder aufzulösen. Dieser direkte Schaden setzt das darunterliegende Material dann einer beschleunigten Korrosion aus.

Bisher wurde Korrosion durch Regen hauptsächlich auf gelöste Salze und Säuren, mechanische Abrieb durch den Aufprall und Sauerstoffeinwirkung zurückgeführt. Die Studie fügt den elektrischen Entladungsmechanismus als bisher unterschätzten Faktor hinzu.

Die von Zhongyuan Ni, Rüdiger Berger und Hans-Jürgen Butt geleitete Forschung unterstreicht die bedeutende Rolle elektrischer Effekte bei der Degradation geschützter Oberflächen.

Originalquelle: arstechnica.com