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Technologie

Ransomware-Unterhändler wegen Kollaboration mit Angreifern verurteilt

Ein ehemaliger Unterhändler für Lösegeldzahlungen wurde zu 70 Monaten Haft verurteilt, weil er mit Angreifern zusammenarbeitete, um Opfer auszupressen. Er lieferte vertrauliche Informationen zur Erhöhung der Lösegeldforderungen.

10. Juli 2026
Ransomware-Unterhändler wegen Kollaboration mit Angreifern verurteilt

Angelo Martino, ein ehemaliger Unterhändler für Ransomware-Angriffe, ist gestern zu 70 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte mit der BlackCat-Ransomware-Gruppe kollaboriert, um Opfer auszunutzen, die er eigentlich schützen sollte.

Martino war für das Unternehmen DigitalMint tätig, dessen Aufgabe es war, Lösegeldverhandlungen im Namen von Mandanten zu führen. Statt die Mandanten zu unterstützen, soll Martino die Angreifer mit vertraulichen Verhandlungsinformationen versorgt haben, um die geforderten Lösegeldsummen zu maximieren. Im Gegenzug erhielt er einen Anteil an den erpressten Zahlungen. Laut der US-Regierung zahlten fünf Opfer, denen Martino helfen sollte, über 75 Millionen US-Dollar, wobei Millionenbeträge höchstwahrscheinlich durch Martinos Informationen erhöht wurden.

Martino, 41, bekannte sich schuldig und hatte eine Haftstrafe von 24 Monaten beantragt. Er gab an, maßgeblich zur Anklageerhebung gegen zwei Mittäter beigetragen zu haben. Diese wurden als Kevin Martin, ein weiterer Unterhändler bei DigitalMint, und Ryan Goldberg, ein Incident Manager beim Sicherheitsunternehmen Sygnia, identifiziert.

Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitslücken in der Cybersicherheitsbranche und das Potenzial für Verrat durch Personen in Vertrauenspositionen. Martinos Handlungen verdeutlichen die komplexen Ransomware-Schemata und die Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden, diese zu zerschlagen.

Originalquelle: arstechnica.com