Raytheon stellt Coyote-Abfangdrohne mit Feststoffraketenantrieb vor
Raytheon hat mit dem Coyote Block 2C+RM ein neues System zur Drohnenabwehr präsentiert, das durch einen Feststoffraketenantrieb höhere Geschwindigkeiten erreicht.
Raytheon hat eine neue Variante seines Coyote-Systems zur Drohnenabwehr vorgestellt. Das Modell mit der Bezeichnung Block 2C+RM ersetzt den bisher verwendeten Turbostrahlantrieb durch einen Feststoffraketenmotor. Diese technologische Neuerung soll laut Unternehmensangaben die Startgeschwindigkeit und die Fluggeschwindigkeit bei Abfangeinsätzen erheblich steigern.
Der Wechsel zum Raketenantrieb bedeutet jedoch eine Einbuße bei der Flugdauer. Während die Turbinenmodelle bisher in der Lage waren, nach einem fehlgeschlagenen Angriff erneut anzusetzen, ist die Flugzeit des neuen Modells durch den schnellen Abbrand des Treibstoffs begrenzt. Raytheon betont, dass der neue Typ die Produktpalette ergänzen und nicht die bestehenden Modelle ersetzen soll.
Zusätzlich zum Antrieb wurden der Suchkopf und der Gefechtskopf modifiziert, um moderneren Drohnentechnologien begegnen zu können. Das Coyote-System ist ein zentraler Bestandteil des LIDS-Programms der US-Armee. Aufgrund steigender globaler Bedrohungen durch unbemannte Flugsysteme hat Raytheon die Produktionskapazitäten für die Serie in den vergangenen 18 Monaten vervierfacht.