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Technologie

Razorpay entwickelt Zahlungsverkehrsinfrastruktur für ChatGPT-Handel

Das indische Zahlungsunternehmen Razorpay entwickelt eine Infrastruktur, die es Unternehmen ermöglicht, direkt in ChatGPT Shops einzurichten und Transaktionen innerhalb der Chat-Oberfläche abzuwickeln.

14. August 2026
Razorpay entwickelt Zahlungsverkehrsinfrastruktur für ChatGPT-Handel

Das indische Zahlungsunternehmen Razorpay baut eine Infrastruktur auf, die es Unternehmen ermöglicht, native Storefronts zu erstellen und Transaktionen direkt über konversationelle KI-Plattformen wie ChatGPT abzuwickeln. Dieser Schritt zielt darauf ab, den aufkommenden Trend zu nutzen, dass KI-Assistenten zu einem neuen Kanal für Produktentdeckung und Shopping werden.

Das Unternehmen entwickelt eine "ChatGPT-native Storefront"-Funktion, die es Händlern ermöglicht, Produktkataloge und Checkout-Prozesse direkt in KI-Chat-Oberflächen zu integrieren. Laut CEO Harshil Mathur arbeitet Razorpay derzeit mit rund 50 Marken und mehreren E-Commerce-Marktplätzen zusammen, die diesen "agentic commerce"-Ansatz ausprobieren. Die Hautpflegemarke Innovist gehört zu den ersten, die die Technologie für ausgewählte Nutzer live geschaltet haben.

Die Lösung von Razorpay nutzt das Unified Payments Interface (UPI) System Indiens und verwendet Funktionen wie UPI Reserve Pay für die Vorautorisierung von Geldern und UPI Circle für die nahtlose Authentifizierung innerhalb des Chats. Ziel ist es, den technischen Aufwand und die Zeit, die Händler für den Aufbau einer E-Commerce-Präsenz auf KI-Plattformen benötigen, erheblich zu reduzieren.

Die Wettbewerbslandschaft erwärmt sich, da auch der Konkurrent Cashfree eigene In-Chat-Zahlungslösungen für KI-Anwendungen auf den Markt bringt. Razorpay glaubt jedoch, dass seine bestehenden Händlerbeziehungen einen Wettbewerbsvorteil bieten werden, da Unternehmen ihre Zahlungspartner für "agentic commerce" wahrscheinlich konsolidieren werden. Mathur deutete an, dass Händler, die sich in Razorpays KI-Commerce-Lösungen integrieren, möglicherweise Exklusivitätsvereinbarungen haben.

Angesprochen auf Vertrauensbedenken erklärte Mathur, dass die Architektur von Razorpay sicherstellt, dass die Zahlungsinformationen des Kunden nicht an die KI-Modelle weitergegeben werden. Alle Transaktionen erfordern die ausdrückliche Genehmigung des Nutzers über die UPI-Infrastruktur, wodurch die Kontrolle des Nutzers gewahrt und die Vorschriften zur Datenspeicherung und Kundeneinwilligung eingehalten werden. Das Unternehmen betont, dass der KI-Assistent die Entdeckung erleichtert, die Zahlungsautorisierung jedoch beim nativen UPI-Konto des Nutzers verbleibt.

Originalquelle: inc42.com