Razorpay startet KI-Basismodell für Zahlungsverkehr
Das indische Fintech-Unternehmen Razorpay hat Vulcan vorgestellt, ein KI-Basismodell, das die Zahlungsabwicklung durch verbesserte Routenwahl, Betrugserkennung und Personalisierung optimieren soll.

Das indische Fintech-Unternehmen Razorpay hat Vulcan auf den Markt gebracht, ein KI-Basismodell zur Verbesserung der Zahlungsabwicklung. Das Unternehmen bezeichnet Vulcan als Indiens erstes Transformer-basiertes KI-Basismodell für die Zahlungsbranche.
Das Modell wurde in Zusammenarbeit mit Nvidia und Amazon Web Services (AWS) entwickelt. Es soll die Zahlungsroutenwahl optimieren, Betrug und Risiken erkennen sowie das Kundenerlebnis durch Personalisierung verbessern. Mehrere Kunden, darunter Blinkit, Bachatt und redBus, sollen bereits begonnen haben, einige der Funktionen von Vulcan in Echtzeit-Transaktionen zu nutzen.
Vulcan wurde auf einem umfangreichen Datensatz trainiert, der angeblich 4 Milliarden Zahlungen und 3 Billionen Datenpunkte umfasst. Das Modell analysiert etwa 3.000 Signale pro Transaktion und nutzt Daten von Händlern, Zahlungsinstrumenten, Emittenten und Gateways. Razorpay gibt an, dass das Modell eine Verbesserung der Erfolgsquote von Zahlungen um 8–10 % und eine achtfache Steigerung der Erkennung internationaler Kartenbetrügereien erzielt hat.
Razorpay erhebt keine zusätzlichen Gebühren von Händlern für die Nutzung von Vulcan. Gründer Harshil Mathur verglich Vulcan mit großen Sprachmodellen (LLMs) und erklärte, dass es die Geldströme ähnlich versteht, wie LLMs Sprache verstehen. Das Unternehmen plant, die Fähigkeiten von Vulcan auf Authentifizierung und Kreditvergabe auszuweiten.