Razorpay plant Börsengang mit Ziel von 6 000 Crore Rupien
Das indische Fintech-Unternehmen Razorpay hat die regulatorische Genehmigung für seinen Börsengang erhalten. Das Unternehmen strebt ein Emissionsvolumen von 5 000 bis 6 000 Crore Rupien an.

Razorpay hat die Genehmigung der indischen Börsenaufsichtsbehörde SEBI für den geplanten Börsengang erhalten, der zwischen Januar und März 2027 stattfinden soll. Das Fintech-Unternehmen plant, durch eine Kombination aus neuen Aktien und dem Verkauf bestehender Anteile ein Kapital von bis zu 6 000 Crore Rupien zu beschaffen. Als Emissionsbanken wurden Axis Capital, Kotak Mahindra Capital, JP Morgan und Citi mandatiert.
Die angestrebte Bewertung von rund 5 Milliarden Dollar liegt deutlich unter dem Höchststand von 7,5 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2021. Diese Anpassung spiegelt die Marktkorrekturen im Fintech-Sektor wider, die durch geopolitische Spannungen und veränderte Bewertungsmaßstäbe beeinflusst wurden. Im Wettbewerb mit Unternehmen wie PayU und Cashfree setzt Razorpay nun verstärkt auf Skaleneffekte.
Das finanzielle Ergebnis des Unternehmens wurde zuletzt durch Restrukturierungskosten und steuerliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Sitzverlegung nach Indien belastet. Dennoch unterstreicht das Management die Profitabilität des Kerngeschäfts. Mit der Einführung von Händlergebühren (MDR) für große UPI-Transaktionen erhofft sich das Unternehmen eine weitere Stärkung der Margen, um Investoren eine klare Wachstumsperspektive zu bieten.
International fokussiert sich Razorpay auf den südostasiatischen Markt. Nach dem Markteintritt in Malaysia und Singapur plant das Unternehmen eine weitere Expansion in Länder wie die Philippinen, Thailand und Vietnam.