RBI-Gouverneur: Gespräche über UPI-Händlergebühren sind verfrüht
Der Gouverneur der Reserve Bank of India, Sanjay Malhotra, erklärte, dass Gespräche über die Wiedereinführung von Händlergebühren (MDR) für UPI-Transaktionen derzeit verfrüht sind. Die Regierung arbeitet noch an Gesetzesänderungen.

Gespräche über die mögliche Wiedereinführung einer Händlergebühr (Merchant Discount Rate, MDR) für Transaktionen über das Unified Payments Interface (UPI) sind nach Ansicht von Sanjay Malhotra, dem Gouverneur der Reserve Bank of India (RBI), derzeit verfrüht. Die indische Regierung arbeitet derzeit an Gesetzesänderungen im Zahlungsverkehr.
„Das ist im Moment sehr verfrüht. Die Regierung führt derzeit die Änderung durch. Die Kosten müssen von jemandem getragen werden. Wir alle wollen, dass diese öffentliche Infrastruktur weiter gestärkt und effizienter wird. Das ist unser Hauptaugenmerk jetzt“, sagte Malhotra nach einer Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (MPC).
Der Gouverneur der Zentralbank stellte weiter klar, dass letztendlich die Verbraucher die Kosten für digitale Transaktionen in der einen oder anderen Form tragen. „Es ist also vielleicht nicht derselbe Verbraucher. Es kann die Gesamtwirtschaft sein, die man nicht direkt sieht“, fügte er hinzu.
Die Äußerungen erfolgen nach dem Vorschlag der Zentralregierung, das Gesetz über Zahlungs- und Abwicklungssysteme von 2007 zu ändern. Zuvor verbot das Gesetz Banken und Zahlungsunternehmen, MDR für bestimmte digitale Transaktionen zu erheben. Die vorgeschlagenen Änderungen würden die Zentralregierung ermächtigen, bestimmte elektronische Zahlungsmethoden, Kategorien von Zahlern und Empfängern sowie Transaktionsschwellen festzulegen, die von MDR-Gebühren befreit wären.
Berichten zufolge erwägt die Regierung eine MDR von 0,3–0,5 % für UPI-Transaktionen über 2.000 Rupien (ca. 22 EUR) für Händler mit einem Jahresumsatz von über 1,5 Crore Rupien (ca. 16.500 EUR). Bei Umsetzung könnte dies bis zum Fiskaljahr 2028 einen geschätzten Einnahmestrom von 5.000–10.000 Crore Rupien (ca. 55–110 Mio. EUR) für die digitale Zahlungsbranche erschließen, wobei Banken voraussichtlich die Hauptnutznießer sein werden.