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Verbraucher

Immobilien-Boom 2026 von Zinsen und Krieg gestoppt

Der Immobilien-Boom ist 2026 vorerst gestoppt. Steigende Zinsen, der Irankrieg und hohe Ölpreise bremsen die Markterholung. Eine Preiskorrektur um 5 % ist wahrscheinlich.

13. Juli 2026
Immobilien-Boom 2026 von Zinsen und Krieg gestoppt

Der Immobilien-Boom, auf den viele Investoren Anfang 2026 gehofft hatten, ist abrupt gestoppt. Steigende Zinsen von über 4 % bei zehnjährigen Finanzierungen, der Ausbruch des Irankriegs und explodierende Ölpreise haben die zarte Markterholung abgewürgt. Gerald Hörhan, CEO der InvestmentPunk Academy GmbH, sieht hier keine Krise, aber eine deutliche Trendwende. Er prognostiziert ein Seitwärtsmarktszenario mit einer Preiskorrektur von rund 5 % in guten Lagen. Geduldige Investoren mit Eigenkapital und Know-how könnten jedoch wieder vermehrt Schnäppchen finden, insbesondere in Deutschland und Österreich.

Die geopolitische Lage und die Zinsentwicklung haben die Marktbedingungen verändert. Nach Zinsen von teils über 5 % für zehnjährige Finanzierungen im April 2026 werden nun wieder realistischere Faktoren von 20 bis 21 aufgerufen, wo zuvor Spitzenwerte von 22 bis 23 erreicht wurden. Mietrenditen werden von 4,2-4,3 % auf etwa 5 % angepasst.

Auch die Energiepreise, mit Öl bei 120 US-Dollar und potenziell weiter steigend, sorgen für Verunsicherung. Während Wärmepumpen als Ausweg gelten, steigen auch die Strompreise, was die Korrelation zwischen den Energieträgern verdeutlicht. Hörhan warnt davor, die komplexe Wechselwirkung zu unterschätzen.

Ein kaum beachteter Faktor ist die Refinanzierungswelle: Viele Kredite aus den Jahren 2015/2016 laufen aus und müssen zu deutlich höheren Zinsen neu finanziert werden, was zusätzlichen Druck auf den Markt ausübt.

Hörhan betont jedoch, dass der anhaltende Wohnraummangel, auch bedingt durch Bauverzögerungen und Zuwanderung, weiterhin als Gegengewicht zur Preiskorrektur wirkt und die Mieten stützt. Er rät Investoren zu Geduld und strategischem Vorgehen, um die aktuellen Marktchancen zu nutzen.

Originalquelle: investmentpunk.com