Rotes Kreuz erklärt Bluthotfall – Versorgungskrise nach 25%-Einbruch
Das Amerikanische Rote Kreuz hat einen akuten Blutnotstand ausgerufen, nachdem die nationale Blutversorgung im Juni um fast 25 % gesunken ist. Die Organisation fordert dringend Blutspender auf, sich zu melden, um den steigenden Bedarf zu decken.

Das Amerikanische Rote Kreuz hat einen akuten Blutnotstand ausgerufen, da die nationale Blutversorgung im Juni um fast 25 % zurückgegangen ist. Blutspender werden dringend benötigt, um sicherzustellen, dass Patienten ohne Verzögerung lebensrettende medizinische Versorgung erhalten.
Der Mangel fällt mit der sommerlichen Traumazeit zusammen, der Zeit zwischen Memorial Day und Labor Day, in der der Bedarf an Blut zur Behandlung von Traumata oft steigt. Derzeit liegen die Blutverteilungen des Roten Kreuzes an Krankenhäuser wöchentlich etwa 3.500 Einheiten über dem erwarteten Wert. Ein starker Rückgang der Blutspenden seit Ende Mai hat eine wachsende Lücke zwischen Angebot und Patientenbedarf geschaffen.
Alle Blutgruppen werden benötigt. Der Mangel ist besonders kritisch für die Blutgruppen O positiv und B negativ sowie für AB-Plasma. Ohne sofortiges Handeln von Spendern drohen Patienten, die auf Transfusionen angewiesen sind – darunter Traumapatienten, Mütter bei der Geburt sowie Menschen mit Sichelzellanämie oder Krebs – erhebliche Risiken.
Aktuelle Umfrageergebnisse verdeutlichen die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Realität der Blutversorgung. Weniger als jeder fünfte Befragte verstand, dass Blut aufgrund seiner begrenzten Haltbarkeit nicht gelagert werden kann. Nur etwa die Hälfte glaubte, dass sie oder jemand ihnen nahestehender wahrscheinlich eines Tages Blut benötigen würde, obwohl in den USA alle zwei Sekunden eine Bluttransfusion stattfindet.