Zuverlässigkeit kann den Aufstieg ehrgeiziger Führungskräfte behindern
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die als Stärke angesehene Zuverlässigkeit von Führungskräften sie paradoxerweise am beruflichen Aufstieg hindern kann.

Eine zwanzigjährige Studie mit 600 schwarzen weiblichen Führungskräften hat eine überraschende Dynamik im Karriereverlauf aufgedeckt. Die Forschung legt nahe, dass genau die Eigenschaft, die einen Ruf und Vertrauen aufbaut – Zuverlässigkeit – ehrgeizige Führungskräfte gleichzeitig von den Räumen fernhalten kann, in denen Aufstiegsentscheidungen getroffen werden.
Laut der Studie kann diese durchgängige Zuverlässigkeit dazu führen, dass Führungskräfte als für ihre derzeitigen Rollen geeignet angesehen werden und sie dadurch kritische Diskussionen und Entscheidungskreise verpassen, in denen tatsächlicher beruflicher Aufstieg stattfindet. Dieses Phänomen ist nicht auf einen bestimmten Hintergrund beschränkt, sondern betrifft ehrgeizige Führungskräfte verschiedener demografischer Gruppen.
Die Autorin der Studie merkt an, dass Zuverlässigkeit zwar eine wertvolle Eigenschaft ist, ihre ständige Betonung jedoch dazu führen kann, dass Führungskräfte bei neuen und strategischeren Möglichkeiten übersehen werden. Führungskräfte müssen diese Fallstricke erkennen und lernen, Zuverlässigkeit mit proaktivem Engagement auszubalancieren, um ihr Karrierewachstum zu fördern.
Führungsexperten raten ehrgeizigen Personen, aktiv Networking-Möglichkeiten und Foren zu suchen, in denen strategische Entscheidungen getroffen werden. Sie sollten auch ihre Fähigkeit demonstrieren, vorausschauend zu denken und neue Herausforderungen anzunehmen, anstatt sich ausschließlich auf die makellose Ausführung aktueller Aufgaben zu konzentrieren.
Die Kernaussage dieser Forschung ist die Notwendigkeit für Führungskräfte, ihre Karrierewege kontinuierlich zu bewerten und Situationen zu vermeiden, in denen ihre Stärken unbeabsichtigt zu Hindernissen für den Aufstieg werden.