Marktbericht: E-Commerce-Händler setzen vermehrt auf externe Zahlungsanbieter
Eine Analyse von Riverty zeigt, dass führende Händler in Deutschland und den Niederlanden ihre 'Buy Now, Pay Later'-Dienste zunehmend auslagern.

Eine aktuelle Marktanalyse von Riverty untersucht die Zahlungsstrategien der 300 umsatzstärksten E-Commerce-Unternehmen in Deutschland und den Niederlanden. Die Ergebnisse belegen eine deutliche Abkehr von internen, eigenverwalteten Bezahlmodellen hin zu spezialisierten Dienstleistern. Der Anteil der Händler, die auf externe 'Buy Now, Pay Later' (BNPL)-Lösungen setzen, stieg im Jahr 2024 auf 65 Prozent.
Der Trend wird durch eine veränderte Verbrauchernachfrage gestützt. Rund 70 Prozent der Konsumenten bevorzugen Online-Shops, die flexible Zahlungsoptionen anbieten. Als Hauptgründe für die Nutzung von BNPL nennen Kunden die bessere Budgetkontrolle, den Wegfall von Kreditkartenzinsen und die Möglichkeit, größere Anschaffungen einfacher zu finanzieren. Insbesondere bei den jüngeren Generationen gehört diese Zahlungsart zum Standard.
Für den Handel zahlt sich die Einbindung externer BNPL-Lösungen aus: 57 Prozent der befragten Händler berichten von weniger Kaufabbrüchen, und 46 Prozent verzeichnen ein höheres durchschnittliches Warenkorbvolumen. Besonders in den Sektoren Mode und Elektronik, die in beiden untersuchten Märkten einen Großteil des Online-Umsatzes generieren, ist die Verbreitung dieser Zahlungsarten weit fortgeschritten.
Der Einzelhandel sieht sich derzeit mit Herausforderungen wie zunehmender Cyberkriminalität und strengeren regulatorischen Vorgaben beim Datenschutz konfrontiert. Viele Unternehmen ziehen es daher vor, die komplexen Zahlungsabwicklungen an externe Partner auszulagern, um Kosten zu senken und die operative Effizienz in einem hart umkämpften Marktumfeld zu steigern.