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Technologie

Bericht: Indiens Gesetze gegen schädliche Inhalte, aber nicht gegen Design-Risiken für Kinder

Indiens bestehende Gesetze befassen sich mit schädlichen Online-Inhalten und sexuellem Missbrauch von Kindern, es fehlt jedoch ein umfassender Rahmen zur Minderung von Risiken durch Plattformdesign, wie z.B. Empfehlungssysteme.

14. Oktober 2026

Indiens aktuelle Gesetze befassen sich zwar mit schädlichen Online-Inhalten und sexuellem Missbrauch von Kindern, es fehlt ihnen jedoch ein umfassender Rahmen zur Minderung von Risiken, die sich aus dem Design von Plattformen ergeben, einschließlich Empfehlungssystemen und Engagement-gesteuerten Funktionen. Dies geht aus einem Bericht der NALSAR University of Law und des Indian Governance and Policy Project (IGAP) hervor.

Der Bericht mit dem Titel 'The Child Safety Imperative: Age-Appropriate Digital Governance Pathways for India' identifiziert Lücken im indischen Rechtsrahmen. Er empfiehlt die Schaffung eines speziellen Online-Kinderschutzrahmens, der sich auf 'Safety-by-Design'-Prinzipien, Plattformverantwortung und datenschutzfreundliche Altersverifizierung konzentriert. Diese Schlussfolgerungen fallen zeitlich mit der Überlegung mehrerer indischer Bundesstaaten zusammen, altersabhängige Beschränkungen für den Social-Media-Zugang von Kindern einzuführen.

Bestehende indische Gesetze, wie Abschnitt 67B des IT-Gesetzes, kriminalisieren die Erstellung und Verbreitung von sexuellem Kindesmissbrauchsmaterial (CSEAM), während die IT-Regeln Sorgfaltspflichten für Vermittler festlegen. Obwohl diese Regeln um synthetisch generierte Inhalte wie Deepfakes erweitert wurden, etablieren sie kein System zur Regulierung des Plattformdesigns. Empfehlungsalgorithmen und Engagement-gesteuerte Funktionen können Risiken schaffen, denen allein durch Inhaltsmoderation nicht begegnet werden kann.

Das Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten (DPDP Act) führt Schutzmaßnahmen gegen die Verarbeitung ein, die das Wohl von Kindern beeinträchtigt, seine kinderspezifischen Bestimmungen treten jedoch erst im Mai 2027 in Kraft. Der Bericht argumentiert, dass Indien einen Rahmen benötigt, der Risiken von digitalen Diensten selbst angeht, anstatt sich ausschließlich auf Verbote illegaler Inhalte und individuellen Verhaltens zu verlassen. Während neuere Gesetze wie das Bharatiya Nyaya Sanhita bestimmte Formen von Cybermobbing und Verleumdung ansprechen, decken sie moderne Online-Gefahren wie Sextortion nicht vollständig ab.

Originalquelle: medianama.com