Forschungsprojekt OPTIMA nutzt KI zur Verbesserung der Krebstherapie
Das europäische Konsortium OPTIMA mit 39 Partnern aus 13 Ländern entwickelt KI-gestützte Entscheidungshilfen für Brust-, Lungen- und Prostatakrebs.

Ein Konsortium aus 39 Partnern aus 13 Ländern, unter der Leitung von OPTIMA, hat ein Forschungsprojekt zur Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) zur Verbesserung von Krebstherapien gestartet. Ziel ist es, individualisierte Therapieempfehlungen für Patienten mit Brust-, Lungen- und Prostatakrebs zu entwickeln.
Dr. Hagen Krüger, Medical Director Oncology bei Pfizer Deutschland und Projektleiter für OPTIMA, erläutert, dass das Projekt die zunehmende Herausforderung für Ärzte adressiert, die optimale Therapie aus einer wachsenden Zahl komplexer Behandlungsmöglichkeiten auszuwählen. OPTIMA setzt auf „Real World Data“ und KI, um bestehende Leitlinien zu ergänzen, insbesondere für Patientengruppen, über die in klinischen Studien weniger Daten vorliegen.
Das Projekt sammelt und analysiert gemäß DSGVO Behandlungsdaten von über 200 Millionen Patienten aus Krankenhäusern, elektronischen Patientenakten, Krebsregistern und von forschenden Pharmaunternehmen. KI wird eingesetzt, um diese umfangreichen Datensätze nach Mustern zu durchsuchen und vergleichbare Fälle zu identifizieren. Ziel ist es, Ärzten KI-basierte Werkzeuge an die Hand zu geben, die bei der Auswahl personalisierter Behandlungen in Absprache mit den Patienten unterstützen.
Das 2021 gestartete OPTIMA-Projekt mit einer Finanzierung von über 20 Millionen Euro zielt darauf ab, die Krebsbehandlung in Europa zu verbessern. Die Implementierung in die Versorgung ist bis 2026 geplant, mit dem Ziel, die erste interoperable, EU-weite Dateninfrastruktur für die Krebsforschung zu schaffen.