Forschung: Unterschiedliche Arbeitszeiten behindern Zusammenarbeit – Manager können helfen
Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass individuelle Produktivitätsspitzen subjektiv sind und Manager die Teamzusammenarbeit verbessern können, indem sie die Wahrnehmung der Mitarbeiter von ihrer verfügbaren Arbeitszeit beeinflussen.

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass unterschiedliche Spitzenproduktivitätszeiten zwischen Frühaufstehern und Nachtmenschen die Teamzusammenarbeit behindern können. Die Erkenntnisse legen nahe, dass Manager die Kooperation dennoch verbessern können, indem sie die Wahrnehmung der Mitarbeiter hinsichtlich ihrer Arbeitszeiten und deren Grenzen beeinflussen.
Die Studie untersuchte, wie die innere Uhr und Schlafmuster von Mitarbeitern ihre Wahrnehmung der verfügbaren Arbeitszeit beeinflussen und wie sich dies wiederum auf ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit auswirkt. Während die Tendenz einer Person, ein Morgen- oder Abendmensch zu sein, relativ festgelegt ist, können sie laut der Forschung durch eigene Überzeugungen die Grenzen ihres effektiven Arbeitsfensters erweitern. Die leitende Forscherin Ji Woon „June“ Ryu, Assistenzprofessorin für Management an der Portland State University, merkt an, dass diese Überzeugungen verschoben werden können.
Manager haben daher die Möglichkeit, die Produktivität ihres Teams zu unterstützen, indem sie die Wahrnehmung der Mitarbeiter hinsichtlich optimaler Arbeitszeiten prägen. Dies kann die Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse und die Nutzung kurzer mentaler Übungen umfassen, die den Glauben an die Erweiterung des eigenen Arbeitsfensters stärken.
Zusätzlich zur Zusammenarbeit untersuchte eine separate ökonomische Studie Faktoren, die die Karrieren von Mitarbeitern beeinflussen. Die Forschung ergab, dass Kollegen die berufliche Entwicklung eines einzelnen Mitarbeiters entweder fördern oder behindern können. Insbesondere junge Mitarbeiter sind anfällig für den Einfluss ihrer Kollegen, was ein wichtiger Aspekt für Manager ist, die eine langfristige Personalentwicklung planen.
Die Forschung unterstreicht, dass nicht nur individuelle Faktoren wie Schlafmuster, sondern auch die interne Teamdynamik und der Einfluss von Kollegen wichtige Faktoren für den Erfolg eines Mitarbeiters und die Effektivität des Teams sind.