📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Gesundheit

Genexpression bei Alzheimer-Modell in Ratten untersucht

Ein von der Alzheimer Forschung Initiative gefördertes Projekt an der Universität Würzburg untersuchte mittels Streptozotocin die Genexpression in einem Rattenmodell.

11. Juni 2026
Genexpression bei Alzheimer-Modell in Ratten untersucht

Ein Forschungsprojekt an der Universität Würzburg, gefördert durch die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI), hat mittels Streptozotocin (STZ) Veränderungen in der Genexpression eines Rattenmodells untersucht. Ziel der Studie war es, die neurodegenerativen Mechanismen, die mit der Alzheimer-Krankheit assoziiert sind, besser zu verstehen.

Das Projekt unter der Leitung von PD Dr. Edna Grünblatt lief von November 2002 bis Oktober 2004 und erhielt eine Förderung von 68.000 Euro. Die Forschung nutzte ein durch STZ induziertes Rattenmodell, das Symptome der Alzheimer-Krankheit wie Defizite beim Lernen, Gedächtnis und kognitiven Verhalten imitiert. STZ ist dafür bekannt, die Funktion von Insulinrezeptoren zu hemmen, was den Glukosestoffwechsel im Gehirn beeinträchtigt.

Die Forscher analysierten Genexpressionsmuster in STZ-exponierten Ratten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mittels Mikroarray-Technologie. Diese Methode ermöglicht die gleichzeitige Untersuchung tausender Gene. Die Ergebnisse zeigten eine veränderte Expression bei etwa 30 Genen infolge der STZ-Behandlung. Diese Gene sind an verschiedenen zellulären Funktionen beteiligt, darunter Überleben, Zelltod, Differenzierung und Kommunikation.

Die Studie bestätigte die Expressionsveränderungen von neun Genen in spezifischen Hirnregionen mithilfe einer alternativen Methode und lieferte Einblicke in die molekularen Ereignisse, die der Krankheit zugrunde liegen. Die Ergebnisse könnten zur Erforschung der Alzheimer-Krankheit beim Menschen beitragen und potenziell zur Entwicklung neuer Therapieansätze führen. Die Resultate des Projekts wurden in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Originalquelle: alzheimer-forschung.de