Forschung untersucht Depressionen im frühen Alzheimer-Stadium
Ein Projekt der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erforscht die Rolle von Beta-Amyloid-Dimeren bei Depressionen im Frühstadium von Alzheimer. Ziel ist die Entwicklung neuer Therapieansätze.

Forscher der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf haben die Verbindung zwischen Beta-Amyloid-Dimeren und Depressionen im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit untersucht. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt, das im Mai 2024 abgeschlossen wurde, konzentrierte sich darauf, wie diese löslichen Proteinkomplexe die Stimmung und kognitive Funktionen beeinflussen.
Das von Dr. Laila Abdel-Hafiz geleitete Projekt erhielt eine Fördersumme von 10.000 Euro durch den Kurt-Kaufmann-Preis. Es nutzte ein Mausmodell, das lösliche Beta-Amyloid-Formen produziert. An diesem Modell wurden milde kognitive Defizite, erhöhte Ängstlichkeit und Veränderungen der Gehirnaktivität beobachtet, die den frühen Symptomen der Alzheimer-Krankheit beim Menschen ähneln.
Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Beta-Amyloid-Dimere das Gleichgewicht des Neurotransmitters Serotonin, bekannt als „Glückshormon“, im Gehirn stören können. Serotonin spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Regulation von Depressionen.
Das Hauptziel der Forschung war die Identifizierung neuer Behandlungsstrategien, die sowohl auf die frühen Alzheimer-Symptome als auch auf das häufige Begleitsymptom Depression abzielen. Das Team testete zwei Wirkstoffe, die den schädigenden Einfluss der Beta-Amyloid-Dimere auf das Serotoninsystem ausgleichen sollen. Obwohl die detaillierten Ergebnisse nicht vollständig offengelegt wurden, liefert die Studie eine Grundlage für neue therapeutische Ansätze, die darauf abzielen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Die Alzheimer Forschung Initiative e. V. in Hannover unterstützt solche Forschungsarbeiten zur Klärung der Ursachen von Alzheimer und zur Entwicklung wirksamer Behandlungen.