Forschung: Weibliche Führungskräfte erleben hohe Burnout-Raten
Neue Forschungen zeigen, dass Frauen in Führungspositionen eine hohe Burnout-Rate erleben und aufgrund persönlicher Verpflichtungen Karrierwechsel in Erwägung ziehen.

Forschung und persönliche Berichte zeigen, dass selbst Frauen auf Führungsebene erheblichen Druck verspüren, Arbeit und familiäre Verpflichtungen auszubalancieren. Eine Studie von McKinsey und LeanIn ergab, dass 60 Prozent der weiblichen Führungskräfte von Burnout berichten, eine höhere Rate als bei ihren männlichen Kollegen.
Unter den Top-Fachkräften erwägen Frauen Karrierewechsel oder verlassen die Arbeitswelt ganz. Ein Viertel der befragten weiblichen Führungskräfte nannte persönliche Verpflichtungen als Grund, warum sie keine Beförderungen anstreben. Forschungen von Catalyst identifizierten Kinderbetreuungsverpflichtungen und -kosten als Hauptgründe für Frauen, den Arbeitsmarkt zu verlassen.
Viele hochrangige Frauen haben sich dem Unternehmertum zugewandt, neue Unternehmen gegründet oder bestehende erworben. Anica John, eine ehemalige Produktleiterin bei Amazon, entschied sich beispielsweise für den Kauf eines Druckunternehmens wegen der Autonomie, die es ihr bot. Diese Frauen gründen oft Unternehmen, die flexible Arbeitsmodelle anbieten.
Führungskräfte müssen diesen „Brain Drain“ angehen. Durch die Beibehaltung von Remote- und Hybrid-Arbeitsoptionen und die Vermeidung ihrer Rücknahme können Unternehmen ihre hochqualifizierten weiblichen Talente besser unterstützen. Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass Frauen, die remote arbeiten, seltener befördert werden als diejenigen im Büro.