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Studie: Manipulatoren könnten sich durch Nicht-Verbergen von Schwächen verraten

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Manipulatoren sich in beruflichen Situationen offenbaren könnten, indem sie ihre Schwächen nicht so stark verbergen wie andere. Das Eingestehen kleinerer Makel könnte eine Strategie sein, um Vertrauen aufzubauen.

16. Juli 2026
Studie: Manipulatoren könnten sich durch Nicht-Verbergen von Schwächen verraten

Neue Forschungsergebnisse der Universität Novi Sad in Serbien bieten eine neue Perspektive auf die Identifizierung von Manipulatoren, insbesondere in beruflichen Kontexten wie Vorstellungsgesprächen. Die Studie legt nahe, dass Manipulatoren ihre Schwächen möglicherweise nicht mit derselben Intensität verbergen wie andere Personen, wenn sie versuchen, einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Das Experiment umfasste über 100 Teilnehmer, die einen Persönlichkeitsfragebogen zweimal ausfüllten: einmal ehrlich und einmal unter dem Vorwand, dass er Teil einer Bewerbung sei. Der Fragebogen erfasste Persönlichkeitsmerkmale der „Dunklen Tetrade“: Machiavellismus (Manipulativität), Narzissmus, Psychopathie und Sadismus. Die Ergebnisse zeigten, dass Personen mit hohen Werten für Psychopathie und Sadismus diese Merkmale signifikant reduzierten, wenn sie in dem simulierten Vorstellungsgesprächsszenario versuchten, ein gutes Bild abzugeben („faking good“).

Bei den als Manipulatoren (Makiavellisten) identifizierten Personen war das Muster jedoch anders. Ihre Werte für Manipulativität änderten sich zwischen den beiden Bedingungen nicht signifikant. Darüber hinaus zeigten Manipulatoren bei der „kommunalen Bewältigung“ – definiert als die Leugnung von Mängeln und sozial inakzeptablen Wünschen und Impulsen – ein kontraintuitives Verhalten. Sie zeigten mehr kommunale Bewältigung, wenn sie ehrlich waren, im Vergleich dazu, wenn sie versuchten, ein positives Bild zu vermitteln.

Forscher spekulieren, dass Manipulatoren möglicherweise bewusst einige ihrer Schwächen zugeben, um schnell Vertrauen aufzubauen. Indem sie menschlicher und verletzlicher erscheinen, könnten sie paradoxerweise glaubwürdiger wirken. Das Erkennen dieses ungewöhnlichen Verhaltens könnte helfen, Manipulatoren von anderen zu unterscheiden, insbesondere in Situationen, in denen die Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit von entscheidender Bedeutung ist.

Originalquelle: inc.com