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Wissenschaft

Forscher erstellen Schatzkarte für die Suche nach Fossilien

Wissenschaftler der LMU München und des Naturhistorischen Museums Wien haben ein Werkzeug entwickelt, das die Wahrscheinlichkeit für neue Fossilfunde weltweit einschätzt.

25. September 2026
Forscher erstellen Schatzkarte für die Suche nach Fossilien

Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und des Naturhistorischen Museums Wien haben ein neues Werkzeug entwickelt, um die Suche nach Fossilien zu optimieren. Ihre Datenauswertung hilft Paläontologen, sich auf Gebiete zu konzentrieren, in denen die Wahrscheinlichkeit für neue, bisher unbekannte Fossilfunde am größten ist.

Fossilien geben entscheidende Einblicke in vergangene Ökosysteme und Lebensformen, doch das Fossilienarchiv ist unvollständig. Die Fossilisation ist ein seltener Prozess, und nur ein Bruchteil der verstorbenen Organismen wird erhalten. Zudem sind geologische Schichten aus verschiedenen Erdzeitaltern weltweit nicht überall gleich gut zugänglich.

Thomas Neubauer von der LMU und Mathias Harzhauser aus Wien analysierten Daten aus der Paleobiology Database (PBDB). Sie erfassten Fossilfunde aus flachen marinen Umgebungen der letzten 540 Millionen Jahre und identifizierten Regionen, in denen Fossilieninformationen fehlen. Die Studie berücksichtigte auch die historischen Forschungstrends in verschiedenen Gebieten.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Fossilien aus dem Mesozoikum und Paläozoikum gut dokumentiert sind. Deutlich mehr neue Informationen werden jedoch aus flachen marinen Fossilien des Känozoikums (beginnend vor 66 Millionen Jahren) erwartet. Das neue Werkzeug soll Forschern weltweit helfen, zukünftige Forschungs- und Ausgrabungsprojekte zu priorisieren und so Lücken im Fossilienarchiv zu schließen.

Originalquelle: lmu.de