Forscher entwickeln atmungsaktives Sensorpflaster auf Papierbasis

Ein Forschungsteam der südkoreanischen Jeonbuk National University hat ein atmungsaktives Pflaster zur Gesundheitsüberwachung vorgestellt, das auf traditionellem koreanischem Maulbeerbaumpapier, bekannt als Hanji, basiert. Das System integriert 3D-gedruckte Mikronadeln für die Wirkstoffabgabe und drahtlose Sensoren zur Messung von Harnsäurekonzentrationen im Schweiß.
Die Entwicklung adressiert ein häufiges Problem herkömmlicher Wearables: Die Ansammlung von Schweiß unter dem Pflaster führt oft zu Hautirritationen. Durch die poröse Struktur des Maulbeerbaumpapiers kann Feuchtigkeit effizient abgeleitet werden, was den Tragekomfort und die Zuverlässigkeit der Sensorik verbessert. Die Ergebnisse wurden im Chemical Engineering Journal veröffentlicht.
In den Tests zeigten die 3D-gedruckten Mikronadeln eine effektive Wirkstoffabgabe, während die elektrochemischen Sensoren Harnsäurekonzentrationen mit einer Genauigkeit detektierten, die mit Labormethoden vergleichbar ist. Das System zeichnet sich durch einen geringen Energieverbrauch aus und ist für den drahtlosen Betrieb optimiert.
Da Harnsäure ein zentraler Marker für Krankheiten wie Gicht ist, könnte das Pflaster eine Alternative zu Bluttests für das häusliche Monitoring darstellen. Zukünftige Forschungsarbeiten sollen nun klinische Sicherheitstests und Versuche direkt am Körper umfassen, um die langfristige Anwendbarkeit zu prüfen.