Forschende identifizieren Methode zur Umkehrung der Leberzellalterung
Eine Studie der University of Southern California zeigt, dass die Wiederherstellung der Leberzellfunktion neue Ansätze zur Behandlung von Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bieten könnte.

Wissenschaftler der Keck School of Medicine der University of Southern California (USC) haben in einer Studie an Ratten nachgewiesen, dass ein experimentelles Medikament Alterungsanzeichen in Leberzellen reduzieren kann. Die Ergebnisse, die im Journal of Biological Chemistry veröffentlicht wurden, belegen eine Halbierung von Proteinen, die mit Alzheimer in Verbindung stehen, sowie eine Senkung des Cholesterinspiegels auf ein Niveau, wie es bei jüngeren Tieren üblich ist.
Die Untersuchung legt nahe, dass die Leber eine zentrale Rolle bei der Filterung des Blutkreislaufs spielt und ihre nachlassende Effizienz im Alter maßgeblich zu altersbedingten Erkrankungen beitragen könnte. Indem die Regenerationsfähigkeit der Zellen gefördert wird, ließen sich laut den Forschenden möglicherweise systemische Gesundheitsschäden begrenzen, die über die Leber hinausgehen.
Laut dem Forschungsteam unterstreichen die Daten die Bedeutung der Lebergesundheit bei der Bekämpfung degenerativer Prozesse. Laurie DeLeve, Professorin an der USC, betonte, dass zwar eine Korrelation zwischen Leberfunktion und Krankheitsrisiken besteht, jedoch weitere Studien erforderlich sind, um festzustellen, ob diese Ansätze in therapeutische Anwendungen für Menschen überführt werden können.