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Technologie

Forscher identifizieren USV-Selbsttests als Ursache für Netzfrequenz-Schwankungen

Synchrone Selbsttests von Batteriespeichern und USV-Anlagen verursachen periodische Frequenzschwankungen in weltweiten Stromnetzen.

4. November 2026
Forscher identifizieren USV-Selbsttests als Ursache für Netzfrequenz-Schwankungen

Ein internationales Forschungsteam, darunter das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen, hat die Ursache für ein seit Jahren beobachtetes Phänomen in Stromnetzen geklärt. Das als „Ticken“ bezeichnete kurzzeitige Absacken der Netzfrequenz im Minutentakt konnte nun auf die automatisierte Diagnosesoftware von unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV) und Batteriespeichern zurückgeführt werden.

Wie die Studie in Nature Energy aufzeigt, nutzen diese Systeme das NTP-Protokoll zur Zeitsynchronisation über das Internet. Dies führt dazu, dass eine Vielzahl von Geräten gleichzeitig ihre Selbsttests durchführt und dabei kurzzeitig Strom aus dem Netz zieht. Die Forscher konnten dieses Muster in zwölf untersuchten Netzen auf fünf Kontinenten nachweisen. Besonders in großen Verbundnetzen ist der Effekt ausgeprägt.

Obwohl die Schwankungen bisher keine akute Gefahr für die Netzstabilität darstellen, hat die Intensität des Phänomens seit 2015 stetig zugenommen. Die Erkenntnisse verdeutlichen, wie die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Hardware unvorhergesehene Auswirkungen auf die Infrastruktur haben kann. Aktuell untersuchen die Wissenschaftler zudem die Ursache für einen weiteren, schwächeren Ausschlag bei etwa 100 Sekunden.

Originalquelle: heise.de