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Wissenschaft

Neue Analyse zum Verbleib eines Briefes der Andrée-Expedition 1897

Ein Forscherteam vermutet, dass ein verlorener Brief der Andrée-Polarexpedition auf der Insel Klovningen statt auf Fuglesongen liegen könnte.

3. November 2026
Neue Analyse zum Verbleib eines Briefes der Andrée-Expedition 1897

Wissenschaftler der Chalmers University of Technology, des Karolinska Institutet und der Universität Stockholm haben eine neue Hypothese zum Verbleib eines historischen Briefes aus der Andrée-Expedition von 1897 veröffentlicht. Der Brief, den der Expeditionsteilnehmer Nils Strindberg für seine Verlobte verfasst hatte, wurde kurz nach dem Start des Wasserstoffballons Örnen abgeworfen, blieb jedoch seitdem verschollen.

Die neue Analyse stützt sich auf meteorologische Daten, Zeugenberichte und eine korrigierte Interpretation von Strindbergs Tagebucheinträgen. Demnach nahm der Ballon kurz nach dem Start einen weiter östlichen Kurs als bisher angenommen. Das Forscherteam schlussfolgert daraus, dass der Behälter mit dem Brief nicht auf der Insel Fuglesongen, sondern auf der benachbarten Insel Klovningen gelandet sein könnte.

Björn Lantz von der Chalmers University betont, dass diese Erkenntnisse die Grundlage für eine präzisere Suche bilden könnten. Ob der Brief die arktischen Bedingungen überdauert hat, bleibt offen, doch die Forscher sehen in den neuen Berechnungen einen vielversprechenden Ansatz, um das Rätsel um die letzte Botschaft der Expedition zu klären.

Originalquelle: chalmers.se