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Wissenschaft

Wissenschaftler reproduzieren optische Effekte des Lykurgos-Bechers

Forscher der Universität Sheffield haben eine Glasskulptur entwickelt, welche die lichtabhängigen Farbeffekte des antiken Lykurgos-Bechers nachahmt.

27. Oktober 2026
Wissenschaftler reproduzieren optische Effekte des Lykurgos-Bechers

Wissenschaftler der Universität Sheffield haben eine moderne Glasskulptur erschaffen, die die optischen Eigenschaften des berühmten Lykurgos-Bechers aus dem 4. Jahrhundert reproduziert. Das antike Objekt ist für seine dichroitischen Eigenschaften bekannt: Es erscheint grün bei direktem Lichteinfall und tiefrot bei Gegenlicht.

Im Jahr 2007 wurde wissenschaftlich belegt, dass dieser Effekt durch die Beimischung von Gold- und Silber-Nanopartikeln in die Glasschmelze entsteht. Römische Handwerker erzeugten diese Partikel durch chemische Prozesse während der Herstellung, wodurch das Licht beim Auftreffen auf das Glas physikalisch so beeinflusst wird, dass sich die Farbe je nach Betrachtungswinkel verändert.

Die Rekonstruktion demonstriert, dass die antiken Glasbläser bereits Methoden beherrschten, die den Prinzipien der modernen Nanotechnologie entsprechen. Die Streuungseffekte, die die Nanopartikel verursachen, sind vergleichbar mit natürlichen Phänomenen wie der Irisierung von Schmetterlingsflügeln, und unterstreichen das fortgeschrittene Wissen römischer Handwerkskunst.

Originalquelle: arstechnica.com