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Technologie

Indische Zentralbank verschärft Sicherheitsvorgaben für Banken nach KI-Angriffen

Die Reserve Bank of India hat verbindliche Sicherheitsaudits für API-Schnittstellen angeordnet, um auf eine Welle von KI-gestützten Cyberangriffen im Finanzsektor zu reagieren.

6. November 2026

Angesichts zunehmender Cyberangriffe unter Nutzung künstlicher Intelligenz hat die indische Zentralbank (RBI) die Sicherheitsanforderungen für Banken und Finanzdienstleister signifikant angehoben. Nach einem Treffen mit Bankenvertretern verlangt die Regulierungsbehörde nun umfassende Sicherheitsüberprüfungen aller genutzten API-Schnittstellen, über die Zahlungen abgewickelt werden.

Die neue Richtlinie verpflichtet Banken dazu, sämtliche API-Clients einer Prüfung durch vom Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY) zertifizierte Auditoren zu unterziehen. Zudem müssen Kreditinstitute ihre Überwachungssysteme so anpassen, dass sie ungewöhnliche Transaktionsmuster – etwa bei ungewöhnlichen Uhrzeiten oder plötzlichen Volumenanstiegen – in Echtzeit erkennen und unterbinden können.

Die indische Cybersicherheitsbehörde CERT-In hatte zuvor gewarnt, dass Angreifer KI-Agenten einsetzen, um Sicherheitsvorkehrungen bei API-basierten Finanztransfers gezielt zu umgehen. Als Reaktion darauf fordert die RBI nun die Einführung von strikten 'Maker-Checker'-Verfahren, bei denen Zahlungsanweisungen durch eine zweite Instanz oder eine separate Sicherheitsprüfung verifiziert werden müssen.

Die Institute sind zudem angewiesen, ihre interne API-Infrastruktur durch bessere Zugriffskontrollen und Netzwerksegmentierung abzusichern. Während für neue Integrationen die Einhaltung der Vorschriften ab sofort gilt, haben bestehende Systeme bis Ende 2026 Zeit, um die regulatorischen Vorgaben vollständig zu erfüllen.

Originalquelle: medianama.com