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Einzelhandel

Einzelhändler reduzieren Selbstbedienungskassen wegen Schwund

Einzelhandelsunternehmen bauen zunehmend Selbstbedienungskassen ab, da Daten auf höhere Warenverluste im Vergleich zu herkömmlichen Kassen hindeuten.

3. November 2026
Einzelhändler reduzieren Selbstbedienungskassen wegen Schwund

Der Einzelhandel reduziert vermehrt den Einsatz von Selbstbedienungskassen, da diese Systeme zu höheren Warenverlusten durch Diebstahl und Scanfehler führen. Laut Berichten von ECR Retail Loss liegt der Schwund in Lebensmittelgeschäften mit Selbstbedienungskassen um 33 Prozent höher als in Märkten, die auf klassische Kassen setzen.

Große Handelsketten haben bereits auf diese Entwicklung reagiert. So entfernte Dollar General im Jahr 2024 an rund 12.000 Standorten die SB-Kassen, und auch andere Unternehmen wie Five Below haben ihre Systeme reduziert. Branchenbeobachter stellen fest, dass die Technologie zwar bei kleinen Einkäufen bequem ist, bei größeren Warenkörben jedoch an ihre Effizienzgrenzen stößt.

Trotz des Rückbaus bei den Kassen bleibt die Investitionsbereitschaft in neue Technologien im Handel hoch. Eine Umfrage von Toast zeigt, dass 75 Prozent der Einzelhändler ihre Technologieausgaben im kommenden Jahr erhöhen wollen. Der Fokus verschiebt sich dabei auf digitale Regaletiketten und Künstliche Intelligenz, wobei 90 Prozent der Befragten planen, verstärkt KI-gestützte Werkzeuge zur Prozessoptimierung einzusetzen.

Experten rechnen für die Zukunft mit einem hybriden Checkout-Modell. Ziel ist es, Schnelligkeit durch Selbstbedienung bei kleinen Einkäufen mit der Sicherheit durch Personal bei komplexeren Vorgängen zu verbinden, wobei moderne Software das Personal bei der Fehlererkennung unterstützen soll.

Originalquelle: fastcompany.com