Reykjavik Kunstmuseum veranstaltet Wochenendprogramm zu dänischer Gegenwartskunst
Das Reykjavik Kunstmuseum Hafnarhús veranstaltete am 7.-8. April 2018 ein Wochenendprogramm zur Ausstellung „Tak i lige måde: Contemporary Art from Denmark", das Kunst und ihre Verbindung zu historischen Kolonialfragen thematisierte.

Reykjavíkurborg, die Stadt Reykjavik, organisierte am ersten Aprilwochenende 2018 eine besondere Veranstaltung im Reykjavik Kunstmuseum Hafnarhús. Das Programm stand im Zusammenhang mit der Ausstellung „Tak i lige måde: Contemporary Art from Denmark" (Dänische Gegenwartskunst).
Die Veranstaltung begann am Samstag, den 7. April, um 14:00 Uhr mit einem Gespräch. Die Künstlerinnen Jeannette Ehlers und Tinne Zenner sprachen gemeinsam mit dem Ethnologen Kristinn Schram. Das Gespräch konzentrierte sich auf die Werke der Künstlerinnen und untersuchte die dänische Position gegenüber Island, sowohl während der Kolonialzeit als auch in der Gegenwart.
Am Sonntag, dem 8. April, wurden eine Reihe von Dokumentarfilmen gezeigt. Um 13:00 Uhr wurde Göran Olssons Film „Concerning Violence" gezeigt. Der Film beleuchtet die afrikanischen nationalistischen und Unabhängigkeitsbewegungen der 1960er und 1970er Jahre und deren Auseinandersetzung mit der Kolonialherrschaft, basierend auf Frantz Fanons Essay. Um 14:30 Uhr folgte die Vorführung von Inuk Silis Høeghs Film „Sumé – the Sound of a Revolution“. Dieser grönländische Film erzählt die Geschichte der Band Sumé, deren Musik eine treibende Kraft bei der ersten großen Konfrontation mit der dänischen Kolonialherrschaft war und eine Wiederbelebung der grönländischen Kultur und Identität anstieß.
Das Filmprogramm des Wochenendes endete um 15:45 Uhr mit Helle Stenums Dokumentarfilm „We Carry It Within Us – fragments of a shared colonial past". Dieser 2017 erschienene Film untersucht die Hinterlassenschaften der dänischen Kolonialgeschichte, insbesondere im hundertsten Jahr nach dem Verkauf der dänischen Karibikinseln an die USA. Der Film nutzt Reflexionen von Nachfahren ehemaliger dänisch-westindischer Einwohner, Künstlern und Historikern, um die fortwährende Präsenz der Kolonialgeschichte in der heutigen Gesellschaft, Kunst und Erinnerung zu beleuchten.