Rheinmetall erwirbt Mehrheit an DOK-ING
Der Technologiekonzern Rheinmetall hat die Mehrheitsbeteiligung am kroatischen Unternehmen DOK-ING abgeschlossen. Die Übernahme erweitert Rheinmetalls Portfolio im Bereich unbemannter Systeme.

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am kroatischen Unternehmen DOK-ING erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen wird künftig unter dem Namen Rheinmetall Unmanned Vehicles d.o.o. firmieren und als neues Kompetenzzentrum für schwere autonome Fahrzeuge fungieren.
Rheinmetall übernimmt 51 Prozent der Geschäftsanteile, während Gründer Vjekoslav Majetić die verbleibenden 49 Prozent behält. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die strategische Akquisition dient der Erweiterung des Portfolios im Bereich unbemannter Systeme und zielt auf die Entwicklung von Lösungen für das militärische Kampf- und Kampfunterstützungswesen ab, insbesondere für Minenräum- und Minenlegeoperationen.
Durch die Bündelung der Expertise von Rheinmetall im Bereich taktischer Fahrzeuge mit den Fähigkeiten von DOK-ING bei unbemannten Systemen entsteht eine starke Kompetenzbasis mit erheblichem Zukunftspotenzial. Die gemeinsame Basis bildet die von DOK-ING entwickelte modulare Hybridplattform Komodo mit einer Nutzlastkapazität von über 8,5 Tonnen. Rheinmetall wird diese Plattform mit verschiedenen Funktionsmodulen und Ausrüstungspaketen ergänzen.
DOK-ING verfügt über eine starke Marktposition im Bereich der unbemannten Minenräumung und im Einsatz in Hochrisikoumfeldern. Seit seiner Gründung im Jahr 1991 hat das Unternehmen rund 500 Plattformen an Kunden in über 40 Ländern geliefert.
Rheinmetall und DOK-ING planen die Entwicklung verschiedener Lösungen für Kampf- und Kampfunterstützungsaufgaben. Dazu gehört auch ein Projekt für ein unbemanntes bewaffnetes Unterstützungssystem („Wingman“), das in Verbindung mit Kampf- und Schützenpanzern für Aufklärungs- und Feuerunterstützungszwecke eingesetzt werden soll.