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Technologie

Rheinmetall und Destinus gründen Joint Venture für Raketensysteme

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall und das europäische Verteidigungstechnologieunternehmen Destinus planen die Gründung eines Joint Ventures zur Herstellung von Raketensystemen. Das Unternehmen soll noch 2026 seine Tätigkeit aufnehmen.

28. Juni 2026
Rheinmetall und Destinus gründen Joint Venture für Raketensysteme

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall und das in den Niederlanden ansässige Verteidigungstechnologieunternehmen Destinus beabsichtigen, ein Joint Venture zu gründen. Die neue Gesellschaft, die den Namen Rheinmetall Destinus Strike Systems tragen soll, wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026 ihre Tätigkeit aufnehmen. Ihr Fokus liegt auf der Herstellung, Vermarktung und Auslieferung moderner Raketensysteme, darunter Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie. Rheinmetall wird eine Beteiligung von 51 Prozent am Joint Venture halten, Destinus 49 Prozent. Die Transaktion bedarf der Zustimmung relevanter Behörden. Das Joint Venture soll Marktopportunitäten nutzen und fortschrittliche Raketensysteme weiterentwickeln, um den aktuellen Anforderungen europäischer und verbündeter Streitkräfte gerecht zu werden. Destinus wird weiterhin seinen Hauptsitz in den Niederlanden behalten und seine Kernsysteme sowie Komponenten innerhalb seiner europäischen Standorte entwickeln. Das Joint Venture integriert deutsche Qualifizierungs- und Serienproduktionskapazitäten in die industrielle Infrastruktur von Rheinmetall am Standort Unterlüß. Diese Maßnahme begegnet der gestiegenen Nachfrage nach skalierbaren Angriffssystemen, wie sie in jüngsten Konflikten gezeigt wurde und die jährliche Produktionsvolumina im Tausenderbereich erfordern könnten. Die Kooperation kombiniert die einsatzerprobte Systemarchitektur von Destinus mit der industriellen Skalierbarkeit, Qualifizierungs- und Fertigungskompetenz von Rheinmetall. Ziel beider Unternehmen ist es, die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken und die Fähigkeiten der Alliierten für Langstreckenangriffe zu verbessern.

Originalquelle: rheinmetall.com