Rheinmetall und General Atomics prüfen gemeinsame Produktion von Vektrex-Munition
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall und das US-Unternehmen General Atomics Electromagnetic Systems (GA-EMS) prüfen die gemeinsame Herstellung der 155-mm-Präzisionsmunition Vektrex.

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall und das US-Unternehmen General Atomics Electromagnetic Systems (GA-EMS) haben eine Absichtserklärung zur Prüfung einer gemeinsamen Produktion der gesteuerten 155-mm-Artillerie-Munition Vektrex unterzeichnet. Dies soll die Artilleriekapazitäten innerhalb der NATO stärken.
Die Vereinbarung erfolgt vor dem Hintergrund einer gestiegenen globalen Nachfrage nach Rüstungsgütern. Viele Nationen versuchen, ihre Munitionsbestände aufzufüllen und ihre Streitkräfte zu modernisieren. Vektrex ist darauf ausgelegt, die Reichweite und Effektivität von Artillerieeinheiten zu erhöhen und lässt sich in bestehende 155-mm-Artilleriesysteme der Kaliber 39 und 52 integrieren.
Scott Forney, Präsident von GA-EMS, und Roman Koehne, CEO der Division Weapon and Ammunition bei Rheinmetall, unterzeichneten die Vereinbarung auf der Eurosatory 2026. Die Zusammenarbeit baut auf den Investitionen von GA-EMS in die Entwicklung von Präzisionsmunition und skalierbare Fertigung auf, kombiniert mit Rheinmetall's Produktions-Know-how und NATO-konformer Infrastruktur.
Laut Unternehmensangaben bietet Vektrex eine zwei- bis dreifache Reichweitensteigerung gegenüber konventionellen Artilleriegeschossen und stellt eine kosteneffizientere Alternative zu taktischen Raketensystemen dar. Diese geplante Kooperation soll Lieferketten stärken, Einsatzbereitschaftszeiten verkürzen und die industrielle Beteiligung verbündeter Nationen fördern.