Rheinmetall und ICEYE gründen Joint Venture in Neuss für Satellitenproduktion
Der Technologiekonzern Rheinmetall und der Satellitenbetreiber ICEYE haben ein Joint Venture namens Rheinmetall ICEYE Space Solutions GmbH in Neuss gegründet. Das Unternehmen wird ab 2026 lokal Satelliten mit synthetischer Aperturradartechnologie (SAR) herstellen.

Der deutsche Technologiekonzern Rheinmetall und das finnische Satellitenunternehmen ICEYE haben offiziell ein Joint Venture namens Rheinmetall ICEYE Space Solutions GmbH gegründet. Die neue Gesellschaft wird ihren Sitz in Neuss, Deutschland, haben und sich auf die Herstellung von Satelliten mit synthetischer Aperturradartechnologie (SAR) konzentrieren. Rheinmetall ist mit 60 % Mehrheitsgesellschafter des Joint Ventures, während ICEYE Oy die restlichen 40 % hält. Die Entscheidung zur Gründung erfolgte nur fünf Monate nach der ersten Ankündigung. Die lokale Satellitenproduktion soll 2026 in Neuss beginnen. SAR-Satelliten bieten erhebliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Satelliten, da sie unabhängig von Wetterbedingungen und Tageszeit hochauflösende Bilder liefern können. Diese Fähigkeit ermöglicht zuverlässige Aufklärungsdaten für Verteidigungs- und Sicherheitskräfte. Die Partnerschaft wird voraussichtlich Rheinmetalls Position im Raumfahrtsektor stärken. Derzeit werden Aufklärungsdaten von ICEYEs SAR-Satelliten unter anderem zur Unterstützung der Verteidigungsbemühungen der Ukraine gegen die russische Aggression genutzt. Rheinmetall gab an, dass das neue Joint Venture vielversprechende Perspektiven für die Mitarbeiter am Standort Neuss eröffnet, dessen Teile erst kürzlich vom zivilen Geschäft in das militärische Segment des Unternehmens überführt wurden.