Rheinmetall liefert Artillerie-Munition aus Unterlüß an die Ukraine
Rheinmetall liefert erstmals 155-mm-Artilleriegeschosse aus dem niedersächsischen Werk Unterlüß an die Ukraine. Zuvor stammte die Munition aus anderen Produktionsstätten des Unternehmens.

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat mit der Auslieferung von 155-mm-Artilleriegeschossen an die Ukraine aus seinem Werk in Unterlüß, Niedersachsen, begonnen. Dies ist die erste Lieferung von Munition aus diesem spezifischen Werk an die Ukraine; frühere Lieferungen erfolgten aus anderen Produktionsstätten des Unternehmens.
Die aktuelle Bestellung umfasst eine niedrige fünfstellige Anzahl von Geschossen sowie Treibladungen. Mehr als die Hälfte dieser Bestellung wurde bereits ausgeliefert, der Rest soll bis Ende 2026 erfolgen. Genaue Stückzahlen wurden nicht genannt, die Lieferungen werden sich jedoch über die kommenden zwei Jahre erstrecken.
Die Lieferung beinhaltet die neuesten RH1412-Geschosse von Rheinmetall, die für verschiedene 155-mm-Artilleriesysteme ausgelegt sind und eine hohe Reichweite sowie Wirksamkeit bieten. Rheinmetall hat seit 2022 seine Produktionskapazitäten erheblich erweitert, um die gestiegene Nachfrage zu decken und strebt eine jährliche Produktion von rund 1,5 Millionen 155-mm-Artilleriegeschossen bis 2030 an.
Rheinmetall gilt als einer der weltweit führenden Hersteller von großkalibriger Munition. Das Unternehmen hat beträchtlich in den Ausbau bestehender Anlagen und die Einrichtung neuer Produktionsstätten investiert, um Lieferfähigkeit im angesichts erhöhter europäischer Verteidigungsanforderungen sicherzustellen.