Rheinmetall nimmt neue Mittelkaliberfertigung in Albacete in Betrieb
Rheinmetall hat eine neue Fertigungsanlage für Mittelkaliberkomponenten am Standort Albacete, Spanien, in Betrieb genommen. Die jährliche Kapazität beträgt rund drei Millionen Komponenten.

Rheinmetall hat am spanischen Standort Albacete eine moderne Produktionsanlage für Mittelkaliberkomponenten in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme ist Teil des Projekts „Firepower“, mit dem der Konzern seine europäischen Munitionskapazitäten erweitert.
Die neue Fertigungsstraße ermöglicht die Herstellung von rund drei Millionen Mittelkaliberkomponenten pro Jahr. Auch die Kapazitäten für Mörsersysteme, ein traditioneller Schwerpunkt des Werkes, werden deutlich ausgebaut. Rheinmetall investierte rund 20 Millionen Euro in die Erweiterung, die Belegschaft soll um etwa ein Drittel auf rund 300 Mitarbeiter wachsen.
Die Anlage wird Komponenten für Kaliber von 20 mm bis 35 mm fertigen, darunter jährlich etwa 1,2 Millionen Geschosse und 1,8 Millionen Hülsen. Diese Teile werden an anderen Rheinmetall-Standorten, beispielsweise in Burgos, zu verschiedenen Munitionstypen für Schützenpanzer und Flugabwehrsysteme weiterverarbeitet.
Die neue Mittelkaliberproduktion ist auf rund 5.700 Quadratmetern untergebracht. Zusätzlich wurde ein 5.200 Quadratmeter großer Neubau zur Erweiterung der Mörserproduktion errichtet. Rheinmetall-Vorstandsvorsitzender Armin Papperger betonte die strategische Bedeutung Albacetes für die Verteidigungsfähigkeit des Unternehmens, Spaniens und Europas.
Die Erweiterung stärkt Rheinmetalls Position als europäischer Rüstungskonzern, der auf eine gestiegene Nachfrage reagiert und NATO-Verbündete unterstützt. Die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Werken und lokalen Zulieferern soll die Lieferketten sichern.