Rheinmetall erweitert Munitionsfertigung in Spanien
Rheinmetalls Tochtergesellschaft hat eine neue Produktionsstätte für mittelkalibrige Munition in Albacete, Spanien, in Betrieb genommen. Die Investition erhöht die Produktionskapazitäten des Unternehmens erheblich.

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat in seinem spanischen Tochterunternehmen Rheinmetall Expal Munitions in Albacete eine neue, moderne Produktionsanlage für mittelkalibrige Munition eröffnet. Die Inbetriebnahme erfolgte im Oktober 2026 im Rahmen des „Firepower“-Projekts, das darauf abzielt, die europäische Munitionsproduktionskapazität zu erweitern.
Die neue Anlage ist darauf ausgelegt, jährlich rund drei Millionen Komponenten für mittelkalibrige Munition herzustellen. Dies umfasst etwa 1,2 Millionen Geschosse und 1,8 Millionen Hülsen im Kaliberbereich von 20 mm bis 35 mm. Diese Komponenten werden zur Fertigung von Munition für Infanterie-Kampffahrzeuge und Flugabwehrkanonen an weitere Rheinmetall-Standorte, wie Burgos, geliefert.
Die Investition in die modernisierte und erweiterte Anlage belief sich auf rund 20 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl am Standort Albacete wird voraussichtlich um etwa ein Drittel von 210 auf 300 erhöht. Die Fertigung von Mörsersystemen, einer traditionellen Kernkompetenz des Werks, wird ebenfalls ausgebaut. Die Anlage soll den Bedarf der NATO und ihrer Verbündeten decken. Rheinmetall-Vorstandsvorsitzender Armin Papperger betonte die strategische Bedeutung von Albacete für das Unternehmen, Spanien und Europa zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten. Die spanische Staatssekretärin für Verteidigung, Amparo Valcarce, erklärte, dass eine starke Verteidigungsindustrie für die Friedenssicherung unerlässlich sei.