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Fertigung

Rheinmetall erhält Rahmenvertrag über 3,1 Milliarden Euro für Soldatensysteme

Die Rheinmetall Electronics GmbH hat einen Rahmenvertrag mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) über bis zu 368 „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES) unterzeichnet. Der Gesamtwert beträgt maximal 3,1 Milliarden Euro.

12. Juni 2026
Rheinmetall erhält Rahmenvertrag über 3,1 Milliarden Euro für Soldatensysteme

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat mit der Rheinmetall Electronics GmbH einen Rahmenvertrag zur Nachbeschaffung und Modernisierung von Soldatensystemen „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES) geschlossen. Der Vertrag mit einem maximalen Volumen von 3,1 Milliarden Euro hat eine Laufzeit bis Ende 2030 und ermöglicht die Anschaffung von bis zu 368 IdZ-ES-Zugsystemen sowie die Regeneration bestehender Systeme.

Die erste Festbeauftragung umfasst die Modernisierung von 68 bereits genutzten IdZ-ES-Zugsystemen sowie die Lieferung von 24 neuen Systemen inklusive umfangreicher Peripheriegeräte. Der Wert dieser Auftragsstufe liegt bei rund 417 Millionen Euro und wird im ersten Quartal 2025 gebucht. Mit 3,1 Milliarden Euro ist dies der größte Rahmenvertrag für Soldatensysteme, den Rheinmetall und das BAAINBw bisher abgeschlossen haben.

Die IdZ-ES-Systeme sind für die zukünftige vernetzte Kriegsführung auf digitalen Gefechtsfeldern von zentraler Bedeutung. Ein Zugsystem besteht typischerweise aus 34 einzelnen Soldatensystemen und einer Zusatzausstattung für den Zug, darunter IT-Komponenten, Optiken und Schutzausrüstung. Rheinmetall fungiert als Generalunternehmer und koordiniert die Leistung von über 30 Unterauftragnehmern.

Die Bundeswehr erhält eine modernisierte Version des IdZ-ES, die auf dem bereits eingeführten IdZ-ES VJTF 2023-System basiert. Die neue Konfiguration „VJTF 2023 obsoleszenzbereinigt“ beseitigt veraltete technische Komponenten und ermöglicht die Anbindung an Fahrzeuge wie den Boxer und den Puma sowie die Vorbereitung für luftgestützte Plattformen. Das System ist zudem für die Integration in das Informations- und Kommunikationsnetzwerk „Digitalisierung Landbasierte Operationen“ (D-LBO) vorbereitet.

Originalquelle: rheinmetall.com