Rheinmetall trennt sich von ziviler Sparte und fokussiert sich auf Verteidigungsgeschäft
Der Technologiekonzern Rheinmetall hat den Verkauf seiner zivilen Division Power Systems an die Industriegruppe AEQUITA unterzeichnet. Der Verkauf ist Teil einer strategischen Neuausrichtung mit verstärktem Fokus auf das Rüstungsgeschäft.

Die Rheinmetall AG hat am 3. Juni 2026 einen bedeutenden Schritt in ihrer strategischen Neuausrichtung vollzogen und den Verkauf ihrer zivilen Sparte, der Division Power Systems, an die in München ansässige Industriegruppe AEQUITA vereinbart. Diese Transaktion unterstreicht die Konzentration des Konzerns auf sein stark wachsendes Verteidigungsgeschäft und die Erweiterung seines Technologieportfolios auf die Bereiche Luft, See und Weltraum.
Nachdem das Unternehmen seit dem vergangenen Jahr Gespräche mit Interessenten führte, wurde nun mit AEQUITA eine vertragliche Einigung erzielt. Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 angestrebt und bedarf noch der Zustimmung relevanter Aufsichtsbehörden. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 350 Millionen Euro, kann sich jedoch bis zum Closing marktüblichen Anpassungen unterliegen.
Der Ausstieg aus dem zivilen Automobilzuliefergeschäft wird damit konsequent fortgesetzt, nachdem bereits im Vorjahr die Aktivitäten im Bereich Groß- und Kleinkolben veräußert wurden. Die Division Power Systems, die 2025 einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro erwirtschaftete, wird seit Ende 2025 als „nicht fortgeführte Aktivität“ geführt.
AEQUITA wird die übernommene Division als eigenständige Organisation weiterführen und die bekannten Marken Pierburg und Kolbenschmidt beibehalten. Ausgenommen vom Verkauf sind die KS Huayu AluTech GmbH (drei Standorte in Deutschland, bleibt als Joint Venture bestehen), die Dermalog SensorTec GmbH (wird in die Division Weapon and Ammunition integriert) sowie das spanische Werk Abadiano (bleibt zunächst als hybrider Standort bestehen). Alle Mitarbeiter der verkauften Division werden von AEQUITA übernommen.