Rheinmetall schult britische Armee in autonomer Logistik
Rheinmetall hat die britische Armee in autonomen Logistikoperationen geschult, im Vorfeld einer grossen internationalen Übung. Höhepunkt war der erste autonome HX-Konvoi Grossbritanniens, gelenkt von britischen Soldaten.

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat erfolgreich ein Schulungsprogramm zur autonomen Logistik für Angehörige der britischen Armee durchgeführt. Dies diente als Vorbereitung auf die grosse internationale Übung "Project Convergence Capstone 6" (PCC6).
Im Rahmen der zweiwöchigen Ausbildung, die in Aldershot stattfand, erhielten Soldaten des "Advanced Land Autonomy Centre of Excellence" (ALACoE) praktische Erfahrungen im Umgang mit autonomen Systemen. Der Höhepunkt war die erfolgreiche Durchführung des ersten autonomen "UK HX"-Konvois in Grossbritannien, gesteuert durch britische Soldaten mithilfe des PATH Autonomous Kit von Rheinmetall. Das Programm ist Teil der "Project MAIA"-Initiative der britischen Armee zur Erforschung autonomer Logistik.
Das PATH-Kit, ein plattformunabhängiges System für autonomes Fahren, wurde in das HX2-Entwicklungsfahrzeug "White Pony" von Rheinmetall integriert. Dieses System nutzt fortschrittliche Sensoren und KI-gestützte Navigation, um autonome Fahrten oder Konvoifahrten zu ermöglichen. Die Schulungsszenarien simulierten reale Herausforderungen wie Routensperrungen und Fahrzeugausfälle, um die Soldaten auf die Anforderungen der PCC6 in Kalifornien vorzubereiten.
"Autonome Technologien verändern die Zukunft der militärischen Logistik", sagte Christoph Müller, CEO von Rheinmetall MAN Military Vehicles. "In Zusammenarbeit mit dem britischen Verteidigungsministerium helfen wir den britischen Soldaten, die notwendige Expertise und das Vertrauen für den Einsatz zukünftiger autonomer Systeme zu entwickeln." Der erfolgreiche Abschluss unterstreicht Rheinmetall's Engagement für die Weiterentwicklung militärischer Logistikfähigkeiten.
Das Projekt PCC6 bringt internationale Partner zusammen, um neue Technologien in realistischen Umgebungen zu bewerten und so die zukünftige Entwicklung militärischer Fähigkeiten voranzutreiben.