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Technologie

Rheinmetall erhält Milliardenauftrag für Bundeswehr-Netzwerk

Rheinmetall wird das "Tactical Wide Area Network for Land Based Operations" (TaWAN LBO) für die Bundeswehr aufbauen. Der Rahmenvertrag umfasst mehrere Milliarden Euro und eine Laufzeit von zehn Jahren.

24. September 2026
Rheinmetall erhält Milliardenauftrag für Bundeswehr-Netzwerk

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat einen wichtigen Zuschlag für die Digitalisierung der Bundeswehr erhalten. Als Generalunternehmer wird die Rheinmetall Electronics GmbH für den Aufbau des "Tactical Wide Area Network for Land Based Operations" (TaWAN LBO) verantwortlich sein, einem taktischen Kommunikationsnetzwerk.

Der nun unterzeichnete Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren und ein Volumen von mehreren Milliarden Euro. Eine erste Bestellung aus diesem Vertrag wurde bereits ausgelöst und beläuft sich auf 1,88 Milliarden Euro brutto. Diese erste Tranche dient der Ausstattung einer Division der Bundeswehr, die Auslieferungen sind für Ende 2026 bis Ende 2029 geplant.

Das TaWAN LBO-System ist als verlegefähiges, plattformbasiertes und störresistentes Kommunikationsnetzwerk konzipiert. Es stellt einen wesentlichen Fortschritt für die durchgehende Führungsfähigkeit der Streitkräfte dar und schließt an frühere Aufträge im Rahmen des Programms "Digitalisierte Landbasierte Operationen" (D-LBO) an. Teil der Lösung sind auch 102 geschützte Rheinmetall MAN HX-Lkw als Trägerfahrzeuge für die Richtfunksysteme.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, betonte die Bedeutung des Vertrauens der Bundeswehr. "Unser Anspruch ist es, der Bundeswehr innerhalb des gegebenen Zeitrahmens einen nahtlosen und zuverlässigen Kommunikationsverbund aufzubauen, der als Flaggschiff der Digitalisierung in Deutschland gelten kann", sagte Papperger.

Das TaWAN LBO-Netzwerk soll nach seiner Fertigstellung die Anbindung bis tief in den rückwärtigen Raum mit hohen Datenraten sicherstellen und die operative Effektivität der Bundeswehr weiter steigern.

Originalquelle: rheinmetall.com