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Gesundheit

Rheumatische Herzkrankheit betrifft junge und arme Bevölkerungsgruppen

Rheumatische Herzkrankheit (RHD) ist die häufigste Herzerkrankung bei Personen unter 25 Jahren, betrifft schätzungsweise 55 Millionen Menschen weltweit und fordert jährlich etwa 360.000 Todesopfer, hauptsächlich in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

7. Juni 2026
Rheumatische Herzkrankheit betrifft junge und arme Bevölkerungsgruppen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Rheumatische Herzkrankheit (RHD) stellt ein erhebliches globales Gesundheitsproblem dar, das schätzungsweise 55 Millionen Menschen betrifft und jährlich rund 360.000 Todesfälle verursacht, wobei die Mehrheit in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auftritt. Es ist die häufigste erworbene Herzkrankheit bei Personen unter 25 Jahren und kann zu lebenslanger Behinderung oder vorzeitigem Tod führen.

Die Erkrankung entsteht als Autoimmunreaktion auf eine Infektion mit Streptococcus pyogenes (Gruppe-A-Streptokokken), typischerweise eine Halsentzündung oder Hautinfektion. Bei anfälligen Personen greift das Immunsystem fälschlicherweise die Herzklappen an, was zu Entzündungen und Narbenbildung führt. Diese Entzündungsphase ist als rheumatisches Fieber bekannt, und die daraus resultierenden chronischen Schäden an den Herzklappen stellen RHD dar.

RHD betrifft überproportional stark Kinder und Jugendliche in verarmten Gemeinden mit begrenztem Zugang zur Gesundheitsversorgung. Schlechte Lebensbedingungen und Überbelegung sind wesentliche Einflussfaktoren. Schwangere mit RHD haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Arrhythmien und Herzinsuffizienz aufgrund des erhöhten Blutvolumens, das die geschädigten Klappen zusätzlich belastet. Diese Erkrankung ist eine Hauptursache für mütterliche und perinatale Sterblichkeit in endemischen Regionen.

Es gibt keine Heilung für RHD, und die Klappenschäden sind irreversibel. Schwere Fälle erfordern oft chirurgische Eingriffe zur Reparatur oder zum Ersatz geschädigter Klappen. Solche Eingriffe können in ressourcenarmen Gebieten unzugänglich oder unerschwinglich sein. Die Prävention konzentriert sich auf die rechtzeitige Behandlung von Streptokokkeninfektionen mit Antibiotika und die Bewältigung breiterer sozioökonomischer Faktoren, die Infektionen fördern und den Zugang zur Versorgung einschränken.

Originalquelle: who.int