RHODÉ-Projekt entwickelt schwimmende HGÜ-Umspannwerke
Mehrere französische Unternehmen starten das FuE-Projekt RHODÉ zur Entwicklung schwimmender Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) für Offshore-Windparks.

Eine Gruppe französischer Unternehmen, darunter Nexans, Chantiers de l’Atlantique und RTE, hat das Projekt RHODÉ (Raccordement HVDC Offshore Distant Électrique) gestartet. Diese Forschungs- und Entwicklungsinitiative zielt darauf ab, die Kerntechnologiekomponenten für die ersten leistungsstarken, schwimmenden Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) für Offshore-Windparks zu entwickeln und zu testen.
Das Projekt adressiert den wachsenden Bedarf an Offshore-Windenergielösungen, die in größeren Tiefen und weiter von der Küste entfernt eingesetzt werden können, wo herkömmliche feste Umspannwerke an ihre Grenzen stoßen. Schwimmende Umspannwerke gelten als Schlüsselentwicklung, um den Ausbau von Offshore-Windkraftanlagen zu ermöglichen und dabei Kosten sowie Umweltauswirkungen zu berücksichtigen.
RHODÉ soll die Lücke zwischen Forschung und industrieller Umsetzung schließen und die Entwicklung von schwimmenden HGÜ-Anschlüssen mit 320 kV oder 525 kV vorantreiben, die ab etwa 2040 erwartet werden. Das Projekt zielt auch darauf ab, einen wettbewerbsfähigen französischen Industriesektor für schwimmende Offshore-Stromanschlüsse zu fördern.
Die Zusammenarbeit umfasst umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, einschließlich Design, Modellierung, Labortests, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Praxistests auf See. Das Konsortium besteht aus Chantiers de l’Atlantique, France Energies Marines, Fondation OPEN‑C, GE Vernova, Nexans, RTE und SuperGrid Institute, die Fachwissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einbringen.
Das RHODÉ-Projekt hat eine Förderung von 16 Millionen Euro vom französischen Staat im Rahmen des Investitionsplans France 2030 erhalten.