Rittal stellt Megawatt-Kühlungslösung für KI-Infrastruktur vor
Rittal hat ein modulares Direkt-Flüssigkeitskühlsystem vorgestellt, das Rechenzentren bei der Bewältigung von KI-Leistungsdichten von über einem Megawatt unterstützt.
Der durch generative KI bedingte Anstieg der Rechenleistung zwingt Betreiber von Rechenzentren zur technologischen Anpassung ihrer Infrastruktur. Die neue Kühlplattform von Rittal ermöglicht eine direkte Flüssigkeitskühlung, die auf Leistungen von über 1 MW ausgelegt ist. Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Hyperscalern, um die notwendige Skalierbarkeit für moderne KI-Cluster zu gewährleisten.
Das System setzt auf eine modulare Architektur, die auf den Standards des Open Compute Project (OCP) basiert. Durch den Einsatz von standardisierten Anschlüssen und einer N+1-Redundanz bei den Kühlmittelverteilereinheiten soll die Betriebssicherheit erhöht und die Wartung vereinfacht werden. Kunden können zwischen zwei Varianten wählen: einem Flüssig-zu-Flüssig-System, das eine Wärmerückgewinnung ermöglicht, und einem Flüssig-zu-Luft-System für Standorte ohne dedizierten Wasseranschluss.
Laut Rittal-CTO Philipp Guth ist die Standardisierung der Komponenten entscheidend für die wirtschaftliche Erweiterung von Rechenzentren. Neben der Unterstützung für 21-Zoll-Open-Rack-V3-Systeme ist eine Integration in die 19-Zoll-VX-IT-Schrankserie geplant, um eine breitere Anwendbarkeit in der IT-Industrie zu erreichen.